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Aromatherapie: Heilende Wirkung ätherischer Öle

Aromatherapie: Heilende Wirkung ätherischer Öle
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Aromatherapie - einfach dufte!

Stress - Kopfweh - Erkältung: Der richtige Duft hilft! Ätherische Öle werden seit Jahrtausenden zur Steigerung des Wohlbefindens und bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Bestimmte Düfte oder Aromen haben eine große Wirkung auf Menschen – manchmal bewusst, noch häufiger unbewusst. Denn der Geruchssinn ist der entwicklungsgeschichtlich älteste Wahrnehmungssinn. Dass üble Gerüche beispielsweise vor verdorbener Nahrung warnen, war in Vor-Zeiten ohne aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsangabe oft lebensrettend für unsere Vorfahren. Und dass als angenehm empfundene Duftstoffe unbewusst sogar unsere Partnerwahl beeinflussen, begründet den Erfolg der Parfümhersteller.

Wie wirkt Aromatherapie?

Für die Aromatherapie nutzt man Pflanzenextrakte in Form ätherischer, also leicht in Duft und Luft übergehender Öle zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Das ist weit weniger esoterisch als es sich liest: Wer schon mal nervös zum Kaugummi gegriffen hat, weiß wie entspannend beispielsweise Eukalyptus-Aroma in stressigen Situationen wirken kann. Der erfrischend kühle Geschmack erleichtert tiefes Einatmen – und das entspannt. Bei Erkältung lindert der gleiche Effekt den quälenden Hustenreiz und macht die Nebenhöhlen frei.

Historisch belegt reichen die Ursprünge der Aromatherapie bis ins alte Ägypten zurück. Natürliche ätherische Öle werden meist durch Dampfdestillation aus den jeweiligen Pflanzen gewonnen, bei Zitrusfrüchten durch Kaltpressung der Schalen. Über die Atmung oder die Haut gelangen die Duftmoleküle in den Blutkreislauf und bewirken im Gehirn die Produktion bestimmter Botenstoffe, die ja nachdem entspannend, anregend oder auch schmerzlindernd wirken können.

Wichtig: Die richtigen Öle richtig anwenden!

Naturreine ätherische Öle erkennt man am Etikett – und leider auch am Preis: Es gibt sie meist in der Apotheke, im Reformhaus oder im spezialisierten Versandhandel. Chemisch erzeugte Aromastoffe wirken zwar auch über tiefsitzende Duft-Erinnerungen, liefern aber nicht die wirksamen Duftmoleküle ätherischer Öle. Deshalb haben die preiswerteren synthetischen Raumdüfte aus dem Super- oder Drogeriemarkt keine Wirkung – außer dem Überdecken eventueller Müffelgerüche!

Die braunen Glasfläschchen zum Schutz der sonnenlichtempfindlichen Aromaöle sollten nach Gebrauch immer schnell verschlossen und auch dunkel gelagert werden. Niemals dürfen sie unverdünnt eingenommen oder direkt auf die Haut aufgetragen werden, da sie Haut und Schleimhaut reizen können. Auch allergische Reaktionen auf die starken Geruchsreize oder Atemnot sind möglich; deshalb sollte man bei Kleinkindern und Säuglingen besser ganz auf den Einsatz von ätherischem Öl verzichten.

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