'Apple Music': Konkurrenz für Spotify vorgestellt

Ständiger Zugriff auf Millionen von Songs

Musik immer und überall - die Idee von Streaming-Diensten ist nicht neu. Per Flatrate hat der Nutzer ständig Zugriff auf Millionen von Songs. Einzige Voraussetzung: Eine Internetverbindung. Es ist ein Markt mit gigantischem Wachstumspotential, den Apple verschlafen hat. Bis jetzt.

Ende Juni kommt Apple Music auf den Markt, in den USA kostet 9,99 Dollar im Monat. Einen Preis für Deutschland gibt es noch nicht. "Die 10 Dollar entsprechen dann wohl auch hier einem Preis von mindestens 10 Euro. Mehr dürfte es aber nicht werden, um wirklich auch Abokunden zu gewinnen", sagt Lisa Brack, stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift CHIP.

Bei Spotify, dem bisherigen Platzhirsch, gibt es das Abo umsonst, allerdings mit Werbung. Ohne die nimmt auch Spotify zehn Euro. Spotify-Gründer Daniel Ek hat offensichtlich Respekt vor dem neuen Konkurrenten. Bei Twitter schrieb er nur: "Oh. ok."

Ein Argument pro Apple könnte eine neue Funktion sein: Anhand seines Geschmacks schlägt sie dem Nutzer neue Songs vor. "Es ist das nächste Kapitel Musik-Geschichte. Ich weiß, Sie werden es lieben. Es wird die Art, wie sie Musik hören, für immer verändern", sagt Apple-Chef Tim Cook.

Große Worte für eine alte Idee. Aber die Angst der Konkurrenz ist wohl berechtigt, denn Apples Kundenpotential ist riesig: Die 800 Millionen schon jetzt bei iTunes registrierten Kunden können bald mit nur einem Klick ein Music-Abo abschließen. Zum Vergleich: Ende 2014 hatten alle Abo-Dienste weltweit gerade einmal 41 Millionen Kunden - insgesamt.

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