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Antibabypillen vor Gericht: Darum geht es im 'Yasminelle'-Prozess

Felicitas Rohrer (31) klagt wegen Antibabypille "Yasminelle"
Felicitas Rohrer (31) klagt wegen Antibabypille "Yasminelle" Lebensgefährliche Lungenembolie 00:02:36
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Die gefährlichen Nebenwirkungen der Antibabypille

Die 31-jährige Felicitas Rohrer legt sich mit dem Pharma-Riesen Bayer an. Sie sagt: Die Antibabypille 'Yasminelle' habe sie krank gemacht. Sie war gesund und sportlich, doch dann bekam sie plötzlich eine lebensgefährliche Lungenembolie, ausgelöst durch eine Thrombose. Sie hat Klage eingereicht und fordert vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen ein Schmerzensgeld in Höhe von 200.000 Euro.

Statistisch gesehen könnten 40 von 100.000 Frauen, die die Antibabypille nehmen, eine Thrombose bekommen. Das betrifft vor allem die Pillen der 3. und 4. Generation - also die neueren Tabletten. Laut Experten macht der Wirkstoff in diesen Pillen das Blut dickflüssiger. Dadurch erhöht sich die Gefahr eines Blutgerinnsels, zum Beispiel im Bein.

Gelangt dieses Gerinnsel über das Herz in die Lunge spricht man von einer Lungenembolie. Verstopft dieser Blutpfropf eine der Arterien, kann ein Teil der Lunge nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Das Herzkreislaufsystem bricht zusammen und der Patient kann daran sterben!

Wer sein Thrombose-Risiko minimieren will, sollte mit dem Rauchen aufhören, denn Rauchen und Pille - das verträgt sich nicht. Außerdem kann Übergewicht zur Thrombose führen. Außerdem raten Ärzte, sich regelmäßig zu bewegen.

Warum Felicitas Rohrer kein Einzelfall ist und was Experten zu dem Prozess sagen, können Sie im Video sehen.

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