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Anti-Zecken-Mittel: Was taugen sie?

Mittel gegen Zecken: Diese Maßnahmen sind hilfreich

Nicht der tollwütige Fuchs und auch kein wilder Stier sind die gefährlichsten Tiere Deutschlands: Es ist die Zecke! Sie überträgt zwei heimtückische Krankheiten, Borreliose und FSME. Beide können Kranke lebenslang schädigen. Vor allem Kinder, die viel draußen in der Natur spielen, sind gefährdet.

Zecken übertragen zwei heimtückische Krankheiten: FSME und Borreliose.
Anti-Zecken-Mittel: Was hilft und was nicht? © dpa, Stephan Jansen

Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit fragen sich Eltern und Naturfreunde zu Recht: Wie kann ich mich und meine Kinder vor Zeckenbissen schützen?

Eine Ärztin bewertete etliche der auf dem Markt erhältlichen Mittel skeptisch: Wenn man zwischen Zecke und einer Lockfalle steht, gibt es ein Problem - schließlich kann einen die Zecken auf dem Weg zur Falle noch erwischen. Auch Armbänder, die man am linken Arm trägt, schützen den rechten Fuß im Zweifelsfall nicht.

Wenn die Zecke schon in der Haut steckt, können die Tierchen gut mit einer sogenannten Zeckenkarte entfernt werden - auch Zeckenzangen erfüllen diesen Zweck. Sollte dabei aber der Kopf der Zecke in der Haut verbleiben, hilft nur noch ein Arztbesuch.

Außerdem kann man sich gegen die von Zecken übertragene FSME impfen lassen - gegen Borreliose jedoch nicht. Allerdings lässt sich diese im Allgemeinen gut mit Antibiotika behandeln - sofern man die Infektion frühzeitig erkennt.

Am besten sind wahrscheinlich Zecken-Mittel auf Duftbasis, die man regelmäßig auf Armen, Beinen und - wenn man im Gras liegt - auch auf Hals und Gesicht aufträgt. Ansonsten sollte man, wenn man sich in der freien Natur in Zeckengebieten aufhält, auf lange Hosen, Socken und festes Schuhwerk achten und nach jedem Spaziergang sich und seine Kinder gründlich nach den kleinen Blutsaugern absuchen. So bleibt der Sommer hoffentlich zeckenfrei.

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