GESUNDHEIT GESUNDHEIT

Anti-Akne-Mittel Isotretinoin: Wirkstoff hat starke Nebenwirkungen

Isotretinoin ist zu Recht verschreibungspflichtig

Elaine Mokk aus Kanada ist mit ihrer schlimmen Akne zum Internet- Star geworden. Erst hat die 18-Jährige gezeigt, wie sie die Pickel überschminkt. Im Anschluss hat sie einen mehrmonatigen Selbstversuch mit heftigen Anti-Pickel-Pillen gemacht. Deren Wirkstoff Isotretinoin kann zu schweren Entzündungen, trockener Haut und Schleimhäute, Nasenbluten, Kopfschmerzen und Depressionen bis hin zu Missbildungen des Fötus bei Schwangeren führen.

Es ist schon mutig, wie sich Elaine Mokk in ihren Videos zeigt. Jeder kann sehen, wie viele Pickel die 18-Jährige hat: "Akne ist echt eine schlimme Sache! An alle, die Akne haben: Ich fühle mit euch“, sagt sie.

2009 war noch alles gut, erst im vergangenen Jahr explodieren die Pickel in Elaines Gesicht. Nachdem sie die Pickel lange Zeit überschminkt hat, startet sie im Internet einen Selbstversuch und testet ein Akne-Mittel. Die Pillen enthalten den Wirkstoff Isotretinoin. Dieser wirkt entzündungshemmend und verkleinert die Talgdrüsen. "Mit dem Medikament Isotretinoin liegt uns eine Möglichkeit der Behandlung vor, die sicherlich eine sehr gute und intensive ist“, erklärt Hautarzt Wieland Dietrich. Allerdings warnt er auch vor der Einnahme: „Man soll dieses Medikament auf keinem Fall jedem empfehlen, es ist Menschen mit schwerer und sehr schwerer Akne vorbehalten. Das Mittel ist in Deutschland verschreibungspflichtig.“

Bei Elaine treten nach vier Wochen Nebenwirkungen auf: Die junge Frau leidet unter trockenen Augen und Lippen sowie einer trockenen Nase. Außerdem hat Elaine häufig Nasenbluten, weil ihre Nasenschleimhaut stark ausgetrocknet ist, wie sie erzählt. Dietrich warnt noch vor einer anderen Gefahr: „Ein hohes Risiko besteht bei dem Medikament Isotretinoin darin, dass es beim werdenden Kind zu Missbildungen führen kann“. Eine Einnahme während der Schwangerschaft ist demnach nicht erlaubt.

Dennoch: Bei Elaine war das Mittel erfolgreich und sie hat keine bleibenden Schäden davon getragen. Die Zeiten, in denen sie ihre Akne noch überschminken musste, gehören damit der Vergangenheit an.

Anzeige