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Anti-AIDS-Kampagne schockt Schweizer: Echter Sex vor der Kamera

HIV-Kampagne bricht mit Tabus

Eine neue Anti-AIDS-Kampagne wühlt die Schweizer auf: Auf den Bildern sind Menschen beim Sex zu sehen – angeblich nicht gestellt. Die Kampagne des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit soll für Gesprächsstoff sorgen und verfehlt ihr Ziel offenbar nicht. Viele Schweizer sind von den sehr intimen Bildern entsetzt.

Eine neue Anti-AIDS-Kampagne entsetzt die Schweizer: Die Bilder zeigen echte Menschen beim Sex
Dieses Motiv soll dazu anregen, ein Kondom zu benutzen und sich vor Krankheiten zu schützen

Viel nackte Haut, Menschen in eindeutigen Stellungen, Stöhngeräusche: Was zuerst wie eine Porno-Produktion anmutet, entpuppt sich als die neue Anti-AIDS-Kampagne des Schweizer Bundesamts für Gesundheit (BAG). Obwohl nichts Explizites zu sehen ist, dringen die Motive auf den Plakaten und Videos der Kampagne sehr weit in die Intimsphäre vor – schließlich sind hier echte Paare bei echten sexuellen Handlungen zu sehen.

„Wir gaben den Paaren keine Anweisungen, was sie zu tun hatten und überließen es ihnen, wie weit sie gehen wollten. Einige gingen schon ziemlich weit“, so David Schärer von der verantwortlichen Werbeagentur Rod Kommunikation. Vielen Schweizern gehen die Aufnahmen allerdings dann doch zu weit. Die Provokation ist beabsichtigt: „Wenn niemand darüber redet, ist es rausgeschmissenes Steuergeld“, sagt Roger Staub, stellvertretender Leiter der Sektion übertragbare Krankheiten beim BAG.

'Love Life - Bereue nichts'

Der Slogan der Kampagne ist ‚Love Life – bereue nichts‘ und soll Menschen dazu animieren, sich beim Geschlechtsverkehr mi Kondomen zu schützen. Im Zentrum der Kampagne stehen deswegen drei Aussagen, die in einem Manifest zusammengefasst sind: „Ich liebe mein Leben, das bin ich mir schuldig“, „Ich liebe meinen Körper, deshalb schütze ich ihn“ und „Ich bereue nichts, dafür sorge ich“.

Das BAG hat dafür wiederum drei Regeln parat: „Eindringen immer mit Gummi“, „Sperma und Blut nicht in den Mund“ und „Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt“. Ob die Regeln bei der Sex-Bilderflut nicht untergehen, ist allerdings eine andere Frage.

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