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Anti-Aging: So gefährlich sind Hormonspritzen

Hilfe durch Hormontherapie
Hilfe durch Hormontherapie So gefährlich sind Hormonspritzen 00:02:20
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Wunsch nach Jugend um jeden Preis?

Jung auszusehen - das ist für viele das oberste Ziel. Deshalb nehmen vor allem Frauen einiges in Kauf, um dem Traum von ewiger Jugend nahe zu kommen. Teure Cremes, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Hormonpräparate - der Markt der Anti-Aging-Produkte wächst und gedeiht. Doch nicht alle Mittel sind harmlos. Hormonspritzen können lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben.

Hormonspritzen sind gefährlich
Hormonspritzen können lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben. © Dan Race - Fotolia

Dr. Nicole David führt eine Privatpraxis für ästhetische Medizin. Zu ihr kommen hauptsächlich Frauen in den Wechseljahren, um eine Hormontherapie in Anspruch zu nehmen. "Meiner Erfahrung nach fangen die Patienten nach ungefähr zwei bis drei Wochen an, wieder besser zu schlafen, und eventuell vorhandene Knochenschmerzen bessern sich - und ganz entscheidend: Die Lebensqualität des Patienten steigt", erklärt David im RTL-Interview.

Hilfe durch Hormontherapie

Die Hormontherapie wird individuell auf die Blutwerte der Patienten abgestimmt. Ganz günstig ist dies allerdings nicht: Die Behandlung kostet bis zu 500 Euro. Eine Patientin, die auf diese Hilfe setzt, ist Susanne Hahn. Die 49-Jährige arbeitet im Aufsichtsrat eines Unternehmens. "Ich spürte vor circa fünf Jahren ein Nachlassen der Spannkraft meiner Haut und hatte auch einen ganz unruhigen Schlaf. Ich wollte wieder zu meiner alten Lebensqualität und Power zurück und deswegen habe ich mich zu dieser Hormontherapie entschieden", erinnert sich Hahn. Nun soll ihr eine mit Hormonen angereicherte Creme helfen.

Dr. David betont ein wichtiges Merkmal ihrer Therapie: Sie behandelt ihre Patienten mit Hormoncremes, nicht mit Hormonspritzen. Denn die können richtig gefährlich werden. "Wenn zum Beispiel Wachstumshormone gespritzt werden, obwohl der Hormonstatus für das Wachstumshormon im Blut normal ist, kann es sein, dass der Patient Krebs entwickelt. Wenn ich nicht sorgfältig prüfe, ob möglicherweise schon Gefäßablagerungen vorhanden sind, können die Hormonspritzen dazu führen, dass sich die Gefäßablagerungen lösen." Im schlimmsten Fall droht dann ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Eins darf aber nicht vergessen werden: Genauso wichtig wie ein ausgeglichener Hormonhaushalt sind eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf.

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