WOHLFÜHLEN WOHLFÜHLEN

Anisakiasis: Ärzte warnen vor Parasiten im Sushi mit rohem Fisch

Vorsicht vor Fadenwürmern in Sushi
Vorsicht vor Fadenwürmern in Sushi Parasiten in rohem Fisch 00:00:33
00:00 | 00:00:33

Roher Fisch kann belastet sein

Sushi ist momentan voll im Trend. Die Reishäppchen sind eiweißreich, fettarm und naturbelassen. Doch Sushi kann auch gefährlich sein, denn darin können Parasiten stecken. Ärzte warnen aktuell im Fachmagazin 'British Medical Journal Case Reports' vor einem 'Sushi-Wurm'. Der sogenannte Anisakis-Fadenwurm kommt in rohem Fisch vor und kann Verdauungsprobleme auslösen.

So schützen Sie sich vor dem Wurm in Sushi

Fadenwurm 16x9.jpg
Diese Bilder wurden während einer Magenspiegelung aufgenommen und zeigen einen Parasiten, der sich auf der Schleimhaut festgesetzt hat.

Essen wir rohen Lachs, Hering, Kabeljau, Heilbutt, Makrele oder Tintenfisch, die mit den Anisakis-Würmern belastet sind, setzen sich die Larven im Magen oder Darm fest. Das merken wir an Bauchschmerzen und daran, dass uns schwindelig wird, wir uns erbrechen müssen und Durchfall bekommen. Die Symptome der Anisakiasis, wie diese Infektionskrankheit genannt wird, treten bereits zwölf bis 24 Stunden nach der Infektion mit dem Fadenwurm auf.

Um sich vor einer Erkrankung zu schützen, sollte der Fisch vor der Verarbeitung entweder ausreichend (bei über 60 Grad) erhitzt, für mindestens einen Tag eingefroren (bei unter -20 Grad) oder in Salzlacke eingelegt werden. So wird den Larven der Garaus gemacht.

Allerdings kommen beide Methoden bei der Zubereitung vor Sushi eher selten vor. Denn Maki und Nigiri werden traditionell aus rohem Fisch gemacht. Und je frischer er ist, umso wertvoller ist die japanische Spezialität. Üblicherweise wird auf See gefangener Fisch tiefgefroren, bevor er verkauft wird. Die Fischfilets sollten durchleuchtet werden, bevor sie verkauft werden. Fragen Sie im Restaurant nach, wie und welcher Fisch verarbeitet wurde.

Haben Sie dennoch Bedenken, wählen Sie vegetarische Röllchen mit Avocado, Mango, Paprika oder Gurken. Möchten Sie auf Fisch nicht verzichten, können Sie Sushi-Sorten auswählen, die gegarten Lachs oder Thunfisch enthalten. Auch sogenannte Crunchy-Sushis sind eine Alternative – hier werden die Röllchen oder der dafür verwendete Fisch frittiert.

Generell ist es nicht verkehrt, im Restaurant sich genauer umzugucken: Sind die Tische sauber? Macht die Toilette einen hygienisch einwandfreien Eindruck? Sind die Haupträume rein, wird in der Regel auch in der Küche ordentlich gearbeitet.

Experten raten: Milch nie in der Kühlschranktür lagern
Experten raten: Milch nie in der Kühlschranktür lagern Sonst wird sie schnell sauer 00:00:27
00:00 | 00:00:27

Sie interessieren sich für Gesundheitsthemen? Dann schauen Sie sich die Videos in unserer Playliste an. Dort haben wir spannende Informationen für Sie zusammengestellt.

Anzeige