Amputation statt Beschneidung: Mann wacht nach OP ohne Penis auf

Nach Operation: Mann wacht ohne Penis auf
Penis-Panne: Ärzte haben Johnny Lee Banks das Geschlechtsteil amputiert. © dpa, Oliver Berg

Johnny Lee Banks verklagt jetzt die Klinik

Das ist der Männer-Albtraum schlechthin: Der Amerikaner Johnny Lee Banks ist nach einer Routine-OP ohne Penis aufgewacht. Eigentlich sollte in der Klinik nur eine Vorhautbeschneidung durchgeführt werden, aber die Ärzte haben dem Mann stattdessen den kompletten Penis amputiert, wie die 'Alabama Local News' berichten.

Aber wie konnte es überhaupt zu der Penis-Panne kommen? Banks hatte nie sein Einverständnis für eine Amputation gegeben. Er wurde nach eigener Aussage auch nie darüber aufgeklärt, dass eine Amputation als Folge des Eingriffs nötig werden könnte. Nach der Operation im Princeton Baptist Medical Center im US-Bundesstaat Alabama verklagte der 59-Jährige das Krankenhaus und zwei beteiligte Ärzte.

Laut Anklageschrift habe es keine medizinische Notwendigkeit für den drastischen Eingriff gegeben. Banks leidet seit der Amputation nicht nur unter heftigen Schmerzen im Unterleib, auch seine Ehe ist gefährdet. Die Frau des OP-Opfers klagt wegen Verlusts der ehelichen Gemeinschaft gegen das Krankenhaus, das alle Vorwürfe zurück weist. Sämtliche Anschuldigungen seien "komplett falsch", ließ ein Arzt über seinen Anwalt mitteilen.

Im Jahr 2007 hat gab es in den USA einen ähnlichen Fall. Auch damals endete eine geplante Beschneidung mit einer Penis-Amputation. Der Grund: Die behandelnden Ärzte hatten einen Tumor im Geschlechtsteil des Mannes entdeckt, der sofort entfernt werden musste. Warum Banks' Männlichkeit abgeschnitten wurde, müssen die Ärzte demnächst vor Gericht erklären.

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