Ampelfrauen statt Ampelmännchen: Frauenquote auch an Ampeln?

Antrag zur Realisierung von Ampelfrauen in Dortmund

Seit dem Mauerfall haben wir in Deutschland zwei verschiedene Ampelfiguren: West- und Ost-Ampelmännchen. Und in Bremen, Zwickau, Dresden und Magdeburg gibt es an einigen Stellen sogar Ampelfrauen! Nicht jedoch in Dortmund, und das wollen Grüne und SPD ändern und fordern deshalb eine Frauenquote für Ampelfiguren.

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Die Stadtverwaltung hat einen ‚Antrag zur Realisierung von Ampelfrauen‘ gestellt und will damit die Frauenquote durchdrücken und die Hälfte aller Ampeln nach und nach umrüsten. Für den Dortmunder Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß sind die Ampelfrauen ein ganz wichtiges Thema: "Es gibt zwar auch wichtigere Probleme. Aber man darf eben die Gleichberechtigung nicht vergessen." Bei der Frage zur Frauenquote bei Ampelfiguren gehen die Meinungen auf der Straße jedoch auseinander. Von „Natürlich, ja“ über „Von mir aus, warum nicht“ bis hin zu „Völlig egal – meinetwegen kann auch die ganze Familie gehen“ war fast alles dabei.

Doch so ganz abwegig ist die Idee, Ampelfrauen statt Ampelmännchen einzusetzen nicht. Immerhin haben neun Städte in Deutschland bereits 'Ampelfrauchen' eingestellt - allerdings nur vereinzelt. Dortmund dagegen denkt groß - ganze 50 Prozent sollen es sein. Und angeblich soll das leuchtende Symbol der Gleichberechtigung absolut nichts kosten. Denn der Tausch der Ampelmännchen gegen Ampelfrauen soll nur bei notwendigen Reparaturen oder Neueinrichtungen erfolgen. Intakte Ampeln mit Männerfiguren sollen nicht ausgetauscht werden. Und das ließe sich durchaus weiterspinnen. Der deutsche Schilderwald lässt der Fantasie viel Spielraum.