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Amoklauf und Terroranschläge: So sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber

Wie spreche ich mit meinen Kindern über Amok?
Wie spreche ich mit meinen Kindern über Amok? Kindgerechte Erklärungen 00:02:01
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Sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Ängste

Nach dem Amoklauf in München herrscht bei vielen Menschen Fassungslosigkeit und Trauer. Unter den Trauenden sind auch viele Kinder. Doch wie kann man am besten seinem eigenen Kind so ein schreckliches Ereignis wie einen Amoklauf erklären? Sollte man einfach gar nichts sagen, oder das Thema verschweigen?

Das Notfallpädagogische Institut in Essen hat genau für solche Fälle ein Merkblatt für Eltern herausgegeben. Mit Tipps, wie man einem Kind solch eine Situation beibringt. In erster Linie ist es wichtig, bei den Gesprächen den Kindern die Kontrolle zu überlassen. Bieten Sie ihrem Kind das Gespräch an. Aber das Kind soll selbst entscheiden, in welchem Maße es über einen Amoklauf sprechen möchte. Zwingen sollten Sie Ihr Kind auf keinen Fall.

Werden Sie mit Ihren Kindern aktiv

Folgende Tipps können Ihnen bei der kritischen Unterhaltung helfen:

- Erklären Sie als erstes, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Gefahr mehr besteht und die Polizei alles getan hat, um den Täter rasch zu fassen.

- Doch Sie sollten auch nicht vergessen zu erwähnen, dass so ein Amoklauf immer wieder passieren kann.

- Da auch in den Medien das Thema sehr präsent ist, sollten Sie die Berichte gemeinsam mit den Kindern ansehen. Es gibt auch spezielle Kindernachrichten, die die Informationen kindgerecht vermitteln.

- Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der Konsum der Medien dosiert wird.

- Auch kann es helfen, mit den Kindern aktiv zu werden. Sie können an dem Schauplatz der Ereignisse gehen und Kerzen aufstellen. Ein Brief an die Angehörigen kann bei der Verarbeitung der Geschehnisse eine große Hilfe sein.

Insgesamt ist es wichtig, dass Sie ein offenes Ohr für Ihr Kind haben und die Fragen in Ruhe beantworten.

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