American Apparel: Sexistische Kampagne sorgt für Ärger

American Apparel: Sexistische Kampagne sorgt für Ärger
American Apparel: Sexistische Kampagne sorgt für Ärger

Darum ist diese Werbung sexistisch

Neuer Ärger für die US-Modemarke American Apparel: Die aktuelle Werbekampagne für Bodys und Strumpfhosen sei zu sexistisch und reduziere Frauen auf reine Sex-Objekte, so die britische Werbeaufsicht Advertising Standards Authority (ASA).

Diesmal geht es um Bilder von Frauen, die aussehen als wären sie noch Teenager. Zudem seien die Posen recht billig und ohne jeglichen Sinn für Ästhetik, findet ASA. Die Organisation hat bereits 2012 eine Kampagne dieser Art verboten. Nun stehen die Bilder, die wir Ihnen hier zeigen, im Fokus.

Die Kritik kommt nicht von ungefähr: Junge Frauen räkeln sich auf dem Bett, spreizen die Beine, zeigen ihre Brüste oder spielen gar an sich selbst. Dabei vergisst man glatt, worum es bei der Kampagne eigentlich geht. Fotografiert werden sie immer wieder von demselben Mann: vom Firmenchef Dov Charney höchstpersönlich. Und aus Modelkreisen heißt es seit Jahren, dass man als Frau während der Shootings mit Charney vor sexueller Belästigung nicht sicher sei.

In der letzten Kampagne, die 2012 verboten wurde, präsentierte Charney junge Mädchen, teilweise 16-Jährige, in aufreizenden Posen: die Grenze zu Kinderpornografie sei da sehr fließend und die Fotos selbst erfüllten lediglich voyeuristische Zwecke statt eines Werbeauftrags, argumentierte damals ASA.

Übrigens: American Apparel macht immer mehr Schulden und sollte die 'Sex Sells'-Methode nicht helfen, steht es wohl über kurz oder lang vor dem Aus.

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