American Apparel: Neue Provokations-Kampagne vom US-Label

Wieder sorgt American Apparel für Gesprächsstoff

Eine neue Provokation vom US-Label American Apparel - diesmal spaltet die neue Minirock-Kampagne die Meinungen. Doch welche Masche steckt hinter den sexistischen Werbefotos?

Es ist nicht das erste Mal, dass über die US-Modemarke American Apparel heiß diskutiert wird. Erst vor kurzem sorgte eine Muslimin mit nackten Brüsten auf Plakaten der Marke für Wirbel. Vor rund einem Jahr beklagte die britische Werbeaufsicht, dass Frauen in den American-Apparel-Kampagnen auf reine Sex-Objekte reduziert würden. Nun sorgt die beworbene Minirock-Kollektion für neuen Gesprächsstoff.

Auf den Plakaten zu sehen ist die Rückansicht einer jungen Frau, die sich nach vorne beugt. Der Minirock rutscht dabei so weit hoch, dass der Betrachter freien Blick auf das Baumwoll-Höschen hat. Der Minirock selbst spielt hier kaum eine Rolle.

Besonders bei den Betrachterinnen wird über die Werbung des Modelabels diskutiert: Während die einen den freien Blick auf den Slip durchaus sexy finden, bezeichnen die anderen die Kampagne als abstoßend.

Andreas Baetzgen, Professor für Marken- und Kommunikationsstrategie, erklärt, dass mit solchen Werbestrategien ganz bewusst die Provokation gesucht wird. Unternehmen wie American Apparel wollen gar nicht, dass die Marke jedem gefällt. Sie möchten vielmehr, dass sich Mensch bewusst für oder gegen das Label entscheiden.

Sexismus und Provokation hin oder her: Eines hat die Modekette mit ihrer Kampagne jedenfalls geschafft – alle reden darüber.

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