Ambrosia-Pflanze: So gefährlich ist die Ambrosia-Blüte

Hammer-Allergie durch Anfassen

Mira Helmcke hat die starke Wirkung der Ambrosia-Pollen schon zu spüren bekommen: Zum Sommer-Anfang hatte sie noch die typischen Heuschnupfen-Symptome wie brennende Augen und Niesen. Jetzt hat sie ständig nur noch Kopfschmerzen. Wie Mira ergeht es immer mehr Menschen in Deutschland. Experten fordern deshalb die Ausrottung der eingeschleppten Horror-Pollen.

Ambrosia: Gefährliche Horror-Pollen
Die Ambrosia-Pflanze bereitet Experten und Betroffenen ordentlich Kopfschmerzen.

Ambrosia kann schon beim ersten Kontakt mit den Pollen Asthma auslösen. Die Pflanze gilt als stärkster bekannter Allergie-Auslöser unter den Pflanzen. Schon sechs Pollen pro Kubikmeter Luft sorgen bei empfindlichen Personen für allergische Reaktionen. Da das Kraut erst im späten Sommer blüht, verlängert es die die Leidenszeit der Allergiker erheblich. Wer die Pflanze findet, sollte sie samt Wurzel rausreißen, in eine Plastiktüte stecken und über die Mülltonne entsorgen. Einige Bundesländer haben Ambrosia-Meldestellen eingerichtet. Ein Anruf beim Kreis-Umweltamt über den Ambrosia-Fund sollte Klarheit schaffen, ob der Fund gemeldet werden muss.

Aber Vorsicht beim Hantieren mit Ambrosia: Die Pflanze darf nicht mit der Haut in Berührung kommen. Am besten ist, sich mit Handschuhen und Mundschutz zu wappnen. Blütenstaub darf auf gar keinen Fall eingeatmet werden.

Ambrosia an Straßenrändern und bei Vogelhäuschen

Weil die Pollen für viel Nachwuchs der gefährlichen Ambrosien sorgen, fordern Experten wie der Biologe Stefan Nawrath, ein bundesweit einheitliches Meldesystem einzuführen. Bayern hat das vor sechs Jahren bereits getan und erste Erkenntnisse gewonnen. Eine Entwicklung der letzten Jahre ist, dass sich Ambrosien besonders an Straßenrändern ausbreiten. Unter Vogelhäuschen kann Ambrosia ebenfalls gefunden werden, da Vogelfutter oft Ambrosia-Samen enthält.

Zwar lassen Behörden wie in Rheinland-Pfalz zweimal im Jahr mähen, damit sich keine Blüten und Samen bilden. Allerdings fordern Experten ein rigoroseres Durchgreifen. Denn die Pflanze könnte sich so stark verbreiten, dass sie nicht mehr zu stoppen ist. So wird Ambrosia auch in den kommenden Jahren wohl nicht nur Mira Helmcke Kopfschmerzen bereiten.

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