Amazon-Kunden aufgepasst: Täuschend echte Phishing-Mails im Umlauf

Phishing-Mails von Amazon sehen täuschend echt aus

Auf den ersten Blick sieht die Mail täuschend echt aus: Firmenlogo, Schriftart und sogar Begrüßung mit Vor- und Zunamen - alles stimmt. Der Absender der E-Mail ist amazon.de, so scheint es zumindest. Tatsächlich stecken Betrüger dahinter, die es auf die persönlichen Daten des Empfängers abgesehen haben. Es ist eine neue Welle von Phishing-Mails unterwegs. Und die Betrüger-Mails werden immer raffinierter, sind von einer Original-Nachricht kaum noch zu unterscheiden.

"Ihr Nutzerkonto wurde vorsichthalber temporär aktiviert. Aufgrund einer Systemumstellung ist die erneute Eingabe Ihrer persönlichen Daten erforderlich", heißt es in der Nachricht. Kein Rechtschreibfehler und auch der Inhalt liest sich plausibel. Und es wird Druck auf den Empfänger der Nachricht ausgeübt: "Kommen Sie dieser Bitte innerhalb 14 Werktagen nicht nach, wird Ihr Nutzerkonto vollständig gesperrt. Da dies manuell von einem unserer Mitarbeiter geprüft werden muss, wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 29,95 € fällig". Wer möchte schon beim nächsten Einkauf vor einem gesperrten Nutzerkonto sitzen und unnötig Geld bezahlen, wo man das Problem gleich schnell lösen könnte?

Verdächtige E-Mails kostenlos überprüfen lassen

Amazon ist das Problem bekannt, das Unternehmen warnt ausdrücklich vor den gefälschten E-Mails. Grundsätzlich wird davor gewarnt, auf E-Mails zu antworten, in denen dazu aufgefordert wird, persönliche Informationen oder Zahlungsdaten mitzuteilen oder zu bestätigen. Auch sollte man keine unbekannten Anhänge öffnen oder einem Link in der E-Mail folgen. Kunden, die bereits ihre Daten weitergegeben haben, wird empfohlen, umgehend das Amazon-Passwort zu ändern. Wurden Zahlungsdaten weitergegeben, sollte zusätzlich die eigene Bank oder das Kreditkarteninstitut informiert werden.

Auch viele andere Online-Anbieter sind von der Abzock-Masche betroffen! Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor Phishing-Angriffen auf Kunden von PayPal und der Deutsche Bank. Der Bezahldienst Paypal teilt auf Nachfrage mit, dass Kunden aktuell häufig Opfer solcher Betrugsversuche würden. Falls Sie nicht sicher sein sollten, ob sie eine gefälschte E-Mail im Postfach haben, leiten Sie diese einfach an das jeweilige Unternehmen weiter und bitten um Bestätigung der Echtheit. Auch können verdächtige E- Mails an die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weitergeleitet werden. Unter der E-Mail Adresse phishing@vz-nrw.de werten Experten verdächtige Nachrichten aus.

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