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Alzheimer mit 36: Plötzlich erkannte Carla ihre Kinder nicht mehr

Carla erkennt ihre eigene Familie nicht mehr
Carla erkennt ihre eigene Familie nicht mehr Mit 36 an Alzheimer erkrankt 00:01:40
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Die Krankheit warf Carlas Leben schlagartig um

Mit nur 30 Jahren bemerkte Carla Bramall aus Rushden in England, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Mit 36 bekam sie dann die niederschmetternde Diagnose: Alzheimer - die häufigste Form von Demenz. Heute ist die zweifache Mutter mit nur 39 Jahren ans Bett gefesselt, muss rund um die Uhr betreut werden. Sie kann weder ihre Familie erkennen noch mit ihr sprechen oder ihren Kopf bewegen.

Carla erbte die heimtückische Krankheit von ihrem Vater

"Mitansehen zu müssen, was mein eigenes Kind durchmachen muss, ist unbeschreiblich schmerzhaft. Es bricht mir das Herz", erzählt Carlas Mutter Rita Pepper. In einem Video des Forschungsinstituts 'Alzheimer's Research UK' berichtet sie gemeinsam mit ihrem Sohn, Carlas Bruder Lee, über die Krankheit. "Sie war immer so liebevoll, es ist schrecklich, diesen Kampf mit anzusehen", sagt ihr Bruder. "Jeden Tag verlieren wir sie ein bisschen mehr." Carla kann weder zur Toilette gehen noch sprechen. "Sie kann gar nichts, was eine normale Person tut", so Lee weiter. 

Carlas Söhne sind inzwischen zwölf und 18 Jahre alt und besuchen ihre Mutter nur selten im Pflegeheim, da sie den Schmerz und den Verlust einfach nicht ertragen. "Es ist unglaublich schwer für sie, nach jedem Besuch sind sie in Tränen aufgelöst", so Rita. "Wenn ich könnte, würde ich mit meiner Tochter tauschen. Sie sollte jetzt bei ihren Kindern sein."

Carlas Risiko an Alzheimer zu erkranken, lag bei 50 Prozent, denn sie ist nicht die Einzige aus der Familie, die je an dem vererbbaren Leiden erkrankt ist. Carlas Vater, ihr Großvater und ihr Onkel erkrankten mit 40 daran. Ein Cousin bereits schon früher, auch er lebt heute im Pflegeheim. Vater und Großvater sind tot. Sie alle erbten das fehlerhafte Gen, das für die Krankheit verantwortlich ist. "Ich habe nie damit gerechnet, dass Carla krank wird. Ich dachte immer, ich bekomme die Krankheit", erzählt Lee. 

Familie will zur Alzheimer-Früherkennung aufrufen

Unterstützt durch das 'Alzheimer's Research UK'-Institut möchte die Familie der Patientin mit der Diagnose an die Öffentlichkeit gehen, um zu zeigen, dass die heimtückische Krankheit jeden - ob jung oder alt - treffen kann und wie wichtig eine frühe Behandlung ist. "Die Leute wollen es einfach nicht glauben, wenn wir ihnen erzählen, dass Carla in ihren 30ern an Alzheimer erkrankt ist", erzählt ihre Mutter. "Es ist dringend nötig, darauf hinzuweisen, dass auch junge Menschen betroffen sein können." Unterstützend hat Carlas Mutter ein Spendenkonto für das Forschungsinstitut eingerichtet, damit irgendwann eine Therapie gegen die schreckliche Krankheit gefunden werden kann. 

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