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Alzheimer-Demenz: Was ist Alzheimer?

"Alzheimer lässt sich durch Tests erkennen"
"Alzheimer lässt sich durch Tests erkennen" Dr. Christian Wiens: So beugen Sie Demenz vor 00:05:51
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Alzheimer-Demenz: Alles über Ursachen, Verlauf und Therapie

Knapp 1,5 Milionen Menschen in Deutschland leiden unter Alzheimer, davon sind fünf Prozent der über 65-Jährigen und sogar 30 Prozent der über 80-Jährigen betroffen. Längst erkranken aber nicht nur Senioren. Die frühe Form der Demenz beginnt meist bei Menschen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Sie vergessen schon mal die Namen ihrer Kinder und verlieren den Bezug zur Realität.

Das Gehirn der Betroffenen wird mit vergifteten Eiweißen verstopft. Nervenzellen sterben ab und können nicht mehr wiederhergestellt werden. Die Folge sind Gedächtnisstörungen, Orientierungslosigkeit, der Verlust motorischer und kognitiver Fähigkeiten bis hin zur Veränderung der Persönlichkeit.

Wie Internist Dr. Christian Wiens erläutert, unterscheidet man zwischen Altersdemenz von Alzheimer-Demenz. Die Alzheimer-Erkrankung ist mit 60 Prozent die häufigste Form von Demenz. Unter die Demenz im Generellen fallen alltersbedingte Veränderungen wie vaskuläre Demenz, eine Gefäßveränderung im Alter.

Wie kann man Alzheimer erkennen?

Tests zur Erkennung von Alzheimer sind in der ersten Phase der Erkrankung schwierig. Meist wollen die Betroffenen sich das in der ersten Zeit nicht eingestehen. Später, in der zweiten Phase von Alzheimer, können spezielle Tests darauf hinweisen und bildgebende Verfahren, bei denen man regelrecht sehen kann, dass die Gehirnmasse abgenommen hat.

Die Ursache von Alzheimer ist zurzeit noch nicht geklärt. Sie ist auch noch nicht heilbar. Jedoch gibt es ein paar Richtlinien, was man tun kann, um gegen die Erkrankung vorzubeuen. Ein hoher Blutdruck sollte unbedingt vermieden werden. Bewegung ist sehr günstig und auch das Trinken von schwarzem und grünen Tee hat sich als vorteilhaft erwiesen. Gesunde Ernährung und die Einnahme von Folsäure und Vitamin B 6, dass in Nüssen, Getreide und Obst enthalten sind, können sich vorbeugend auswirken sowie Vitamin B 12, dass sich vor allem in Innereien findet.

Was tun, wenn ein Angehöriger an Alzheimer erkrankt ist?

Angehörige nehmen große Belastungen auf sich, um die Kranken zu Hause zu pflegen. Natürlich wirkt sich die gewohnte Umgebung positiv auf den Kranken aus. Aber die Belastung bei der Pflege von an Alzheimer erkrankten Angehörigen stellt eine immense Belastung dar. Alleine lassen kann man einen Alzheimer-Patienten gar nicht. Denn ohne Hilfe kommt er im Alltag nicht zurecht. Es kann vorkommen, dass sich ein Erkrankter verirrt und nicht mehr zurückfindet. Das zeigt auch der Fall des vermissten Wolfgang Heuer, der sich belebten Hamburger Bahnhofsviertel verirrt hat. Der 68-jährige Mann war aus dem Auto gesprungen, dass sein Frau an einer roten Ampel anhielt. Seit dem 16. Juni wird Wolfgang Heuer vermisst. Es war nicht das erste Mal, dass der Mann weggelaufen war. Bis heute ist er noch nicht gefunden worden.

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