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Ältere Väter zeugen häufiger kranke Kinder

Ältere Väter zeugen häufiger kranke Kinder
© dpa, Jean Pütz

Ältere Väter verursachen Mutationen

Bisher galt es „nur“ als riskant, ein krankes Kind zu bekommen, wenn Frauen spät Mutter werden. Doch jetzt ergab eine Studie, dass ältere Männer viel mehr Veränderungen, sogenannte Mutationen, an das Erbgut des Kindes weitergeben als bisher gedacht. Diese Mutationen können das Risiko für Autismus und Schizophrenie erhöhen.

Das haben Forscher aus Island und Dänemark herausgefunden: "Bereits ein 20-jähriger Vater überträgt im Durchschnitt rund 25 neue Mutationen an sein Kind, ein 40-jähriger Vater etwa 65", schreiben die Forscher. Mütter tragen dagegen nur 15 sogenannte "de novo Mutationen" zum Nachwuchs bei - und zwar unabhängig von ihrem Alter.

Der Grund für den Unterschied ist, dass Spermien immer wieder neu gebildet werden. Und um die Anzahl der Spermien immer konstant zu halten, durchlaufen die Ursprungszellen mehrere Teilungen und häufen dadurch Mutationen an. Bei Frauen liegen fast alle Eizellen schon im Babyalter vor. Sehr überraschend sei das Ergebnis daher nicht gewesen, so die Forscher.

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