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ALS: Was ist eigentlich Amyotrophe Lateralsklerose?

Was steckt hinter der Nervenkrankheit?

Durch die "Ice Bucket Challenge" ist die tödliche Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) in den Fokus gerückt. Doch was ist die ALS eigentlich?

Eine junge Frau bekommt die Diagnose ALS.
ALS - was bedeutet diese Krankheit eigentlich?

ALS ist eine Nervenkrankheit, bei der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark beschädigt werden. Betroffene leiden unter einer Lähmung der Muskulatur und können weder laufen, noch sprechen oder gar schlucken. Heilbar ist ALS nicht - sie verläuft tödlich. Die Patienten sterben, weil die Lähmung auch die Atemmuskulatur betrifft. Die mittlere Überlebenszeit beträgt 3 bis 5 Jahre. Bei 10 Prozent der Patienten beträgt sie mehr als 5 Jahre. Betroffene, die noch sehr jung sind, wenn ALS diagnostiziert wird, leben mitunter 20 bis 30 Jahre mit dieser Erkrankung. Bei Stephan Hawking wurde in den 80er Jahren ein Luftröhrenschnitt gemacht, durch den er beim Atmen unterstützt wird.

ALS ist selten. Die Berliner Charité schätzt, dass auf 100.000 Einwohner zwischen 3 und 8 Menschen an ALS erkranken. Auf diese 100.000 Einwohner bezogen erkranken jährlich zwei Menschen neu an ALS. Am häufigsten sind Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr von der Erkrankung betroffen. Die jüngsten Patienten sind zwischen 20 und 30 Jahren alt. Männer sind häufiger Betroffen als Frauen.

Da die Krankheit nicht heilbar ist, zielt eine Therapie nur auf die Linderung der Symptome ab.

Woran erkennt man ALS?

Die ersten Symptome sind unscheinbar. Erstes Anzeichen ist, dass die Hände ungeschickt werden. Heißt, beim Schreiben oder bei der Hausarbeit merkt man, dass irgendwas nicht stimmt. Sind die Beine betroffen, merkt man das am unsicheren Gang und an dem Gefühl, dass die Beine schwach werden.

Auch Muskelschwund oder Steifigkeit sind Symptome. Außerdem leiden Patienten unter Muskelkrämpfen, vor allem in den Waden. Zudem können Patienten auch unter Sprech- und Schluckstörungen leiden, die in der Regel nur der Umwelt durch eine veränderte Sprache auffallen.

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