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Als "hässlichste Frau der Welt" beschimpft: Jetzt wehrt sich Lizzie Velasquez!

Im Film 'a brave heart' zeigt Lizzie, wie schön ihr Leben ist

Sie ist 26 Jahre alt und wiegt bloß 29 Kilo. Lizzie Velasquez ist auf einem Auge blind und leidet an einer seltenen Krankheit, die ihre Haut zudem noch schneller altern lässt, als bei gesunden jungen Frauen. Im Internet wurde die Texanerin in einem Video sogar als ‚hässlichste Frau der Welt‘ beschimpft. Doch Lizzie möchte sich dies nicht länger gefallen lassen und hat selber ein Video auf ihre Internetseite 'Aboutlizzie', um sich zu wehren. Jetzt zeigt sie in einem Film endgültig allen, wie schön ihr Leben heute ist.

Lizzie Valasquez wehrt sich gegen Cyber-Mobbing
Sie wurde als 'Hässlichste Frau der Welt' beschimpft © WireImage, Tommaso Boddi

Bereits im Kindergarten hatte Lizzie Schwierigkeiten. Die Kinder guckten sie schief an, weil sie anders aussah. Doch damals machte es der schwerkranken Lizzie nicht viel aus, da sie nicht verstand, was die Kinder gegen sie hatten. Auch die Schulzeit war geprägt von Mobbing und Ausgrenzung. Als ihre Mitschüler ein Video mit dem Titel ‚Hässlichste Frau der Welt‘ ins Netz stellten, traf das die junge Frau schwer, doch es hat ihr auch den Weg geebnet, den sie heute selbstbewusst und zielsicher gehen kann.

Lizzie Velasquez lässt sich nicht unterkriegen

Es sind bisher nur drei Menschen auf der ganzen Welt bekannt, die das gleiche Krankheitsbild wie Lizzie Velasquez aufweisen. Die 26-Jährige kann essen so viel sie will und wird dennoch nie mehr wiegen als 29 Kilo. Sie muss sogar alle 15 Minuten einen Snack essen, um überleben zu können. Doch diese körperlichen Einschränkungen nimmt sie mit Humor – Wenn jemand sie nicht mag oder schlecht über sie redet, so bittet sie denjenigen sich einfach auf ihre rechte Seite zu stellen, denn so kann sie ihn wenigstens nicht sehen.

Nach der schweren Jugend hat sich Lizzie Velasquez entschieden, gegen das Mobbing zu kämpfen und anderen Menschen zu helfen, mehr Selbstbewusstsein zu erlangen. Sie hat ihren Uni-Abschluss in Kommunikationswissenschaften absolviert und gibt in Texas Motivation-Seminare. Sie berichtet, wie sie es geschafft hat, trotz dieser Hass-Tiraden mit sich selbst zufrieden zu sein. Bei ihrem Seminar erzählt sie dem Publikum weiter: "Ich habe ein hartes Leben, das stimmt. Aber mein Leben liegt in meinen Händen und ich entscheide, welchen Weg ich gehe. Ich bestimme selbst, dass meine Erfolge, Leistungen und Träume mich definieren und niemand anderes." Eine mutige und kluge Frau, die unser aller Respekt und nicht Mitleid verdient.

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