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Alpträume bei Kindern: So können Eltern helfen

Alpträume bei Kindern: Wann sollte man sich Sorgen machen?

Alpträume kommen bei Kindern immer wieder vor. "Mama, ich hab schlecht geträumt!" Diesen Satz haben Sie bestimmt auch schon oft von ihren Kindern gehört. Manchmal sind sind die Träume total gruselig, manchmal auch einfach nur völlig verrückt! Aber was ist noch normal und ab wann sollten Eltern aufmerksam werden? Wir haben uns bei einem echten Traumexperten erkundigt.

Kinder verarbeiten viel in ihren Träumen
Alpträume bei Kindern können verschiedene Ursachen haben © picture alliance / ZB, Patrick Pleul

Kinder träumen anders als Erwachsene. Ihre Träume sind daher auch anders zu lesen. Einer, der sich intensiv mit Kinderträumen beschäftigt, ist der Wissenschaftler Dr. Uwe Tewes von der Medizinischen Hochschule Hannover. Seiner Meinung nach sind es häufig die Jungen, die Gewaltphantasien in Träumen haben, von gefährlichen Tieren oder starken Tieren träumen, während die Mädchen eher von Schlangen oder Spinnen träumen und ihre Stärken nicht als kräftiges Tier, sondern eher als Feen widerspiegeln.

Angst- oder Helden-Träume haben alle Kinder. Das ist laut Experten ganz normal. Was aber wenn die Kleinen im Kindergartenalter schon vom Tod träumen? Dr. Tewes weiß, dass Kinder in diesem Alter anfangen, sich mit den elementaren Dingen des Lebens auseinanderzusetzen, wie Geburt und Tod. Das weckt Verlustängste - gerade vom Tod von engen Bezugspersonen, wie beispielsweise der Mutter, wird dann geträumt. Denn gerade Traurigkeit und Ängste verarbeiten Kinder oft vorwiegend im Schlaf.

Eltern sollten mit ihren Kindern über deren Alpträume sprechen

Eltern sollten immer wieder nachhaken, wovon ihre Kinder träumen und vor allem eins: darüber sprechen. Ab 8-9 Jahren fangen Mädchen und Jungs an, ihr Leben und Umfeld bewusster zu verstehen. Oft verarbeiten sie nur den Tag im Kindergarten oder der Schule. Manchmal wiederholen sich Träume aber immer und immer wieder. Dann sollten Eltern, je nach Heftigkeit des Traums sich doch lieber mit ihrem Kind an einen Experten wenden. Denn "jeder Traum sucht im Grunde nach einer Lösung". Ist diese gefunden, muss man auch nicht mehr davon träumen.

Es muss aber nicht immer gleich der Experte sein: Manchmal hilft es allein mit seinem Kind über den Traum zu reden und es so auch langsam auf Themen vorzubereiten, die zum Leben nun mal dazu gehören.

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