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Alltag auf der Babystation: Hier beginnt das Leben

Babyalarm auf der Geburtenstation

Zwischen Hoffen, Bangen und überwältigendem Glück - auf der Geburtenstation passieren täglich kleine Wunder. Schließlich ist die Geburt eines Kindes der wichtigste Moment im Leben werdender Eltern und jedes Mal ein kleines Wunder. In unserer Wochenserie zeigen wir Ihnen, wie der Alltag auf einer Babystation abläuft.

Babyalarm auf der Geburtenstation
Baby Joana bekommt ihr erstes Fotoshooting gleich nach der Geburt

Nirgendwo liegen grenzenlose Freude und unerträgliches Leid so eng bei einander wie in der Geburtshilfe. Werdende Mütter brauchen besonders viel Unterstützung, denn die erste Geburt ist anstrengend und mit viel Risiko verbunden. Gerade deshalb ist eine umfangreiche Betreuung von außen besonders wichtig. Dafür sorgen die Fachkräfte der Geburtenstationen weltweit. Sie betreuen die werdenden Eltern rund um die Uhr und dürfen an den alltäglichen und doch besonderen Freuden auf der Babystation teilhaben.

Eine dieser werdenden Mütter ist die junge Vanessa Meuer. Die 19-Jährige erwartet in wenigen Wochen ihr erstes Kind. Ihre Mutter Susanne weicht ihr während dieser Zeit nicht von der Seite. Sie versucht ihr zu helfen, wo sie nur kann. Die Wahl ihrer Klinik kam nicht von ungefähr. Vanessa wurde vor 19 Jahren im gleichen Krankenhaus geboren. Ihre Mutter kennt die Chef-Geburtshelferin von damals. Für Vanessa ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass sie in guten Händen ist. Dennoch bangt die junge Mutter um das Leben ihres Kindes. Da ihr Baby nicht genügend Nährstoffe erhält, muss die Geburt künstlich eingeleitet werden, um ein Risiko zu vermeiden.

Solche Geburtseinleitungen werden häufig in Risikosituationen oder bei Überschreitungen des Geburtstermins in Erwägung gezogen. Dabei wird der werdenden Mutter eine Infusion mit einem Mittel verabreicht, das die Wehentätigkeit anregt. Solche Entbindungen verlaufen häufig länger und schmerzhafter als normale Geburten.

Fotoshootings mit Neugeborenen sind im Trend

Einige Flure weiter hat Sophia Geisler zur selben Zeit eine gesunde Tochter zur Welt gebracht. Die ersten Momente der kleinen Joana sollen unvergesslich bleiben. Diesen Augenblick wollten die Eltern auf ganz besonderen Bildern festhalten und engagierten eine Fotografin. Fotoshootings mit Neugeborenen sind gar nicht so unüblich. Immer mehr Familien möchten den wichtigsten Moment in ihrem Leben für die Ewigkeit einfangen. Solche Fotoshootings sind für alle eine emotionale Angelegenheit, weiß Fotografin Kerstin Urban: "Gerade diese ersten Augenblicke sind so schnell vorbei und man kann sich daran nicht mehr so leicht erinnern. Deswegen finde ich es einfach schön, so tolle Momente zu erstellen." Um die Neugeborenen nicht zu sehr zu belasten, dauert das Shooting nie länger als 20 Minuten. Eine Erinnerung fürs Leben, die allerdings nicht allzu günstig ist. Der Preis für ein solches Shooting liegt bei rund 180 Euro.

Ein weiteres Paar, Kathrin und Fred Gesierich, hat die Geburt noch vor sich. Sie bekommen ihr erstes Kind per Kaiserschnitt und sind dementsprechend aufgeregt. Zum Kaiserschnitt haben ihr die Ärzte geraten, da die 39-jährige Sachbearbeiterin als Risikoschwangere gilt. Etwa 80 Prozent aller werdenden Mütter bekommen heutzutage den Vermerk 'Risikoschwangerschaft' im Mutterpass eingetragen. Zu den Faktoren einer Risikoschwangerschaft gehören Alter, Blutungen oder Mehrlingsschwangerschaften. Kathrin und ihr Ehemann haben fast nicht mehr damit gerechnet, dass ihr Kinderwunsch noch in Erfüllung geht. Umso mehr freuen sie sich auf die Ankunft ihres Sohnes Lenni.

Wie die werdenden Mütter die Geburt überstehen und wie es den einzelnen Familien ergeht, erfahren Sie im zweiten Teil unserer Wochenserie.

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