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Alles nur gelogen: Studentin gaukelt fünfwöchige Asien-Reise vor

Urlaub mal anders

Sie wollte beweisen, dass man bei Facebook niemals das wahre Leben einer Person erkennen kann. Zilla van den Born hat ein interessantes Experiment gewagt, um zu beweisen, dass besonders in sozialen Netzwerken nicht immer alles so ist, wie es scheint.

Auch der Besuch im buddhistischen Tempel hat nicht in Asien stattgefunden
So sieht es aus, wenn man nicht in einem asiatischen Tempel war und sich mit Bildbearbeitung auskennt.

Welches Bild man postet, ist meist gut überlegt. Kaum jemand stellt freiwillig ein unvorteilhaftes Bild von sich selbst online. Wo die einen über Erfolge posten, die gar nicht wirklich erfolgreich sind, geben andere nur das von sich preis, was vor dem Chef und der Familie in Ordnung ist. Nirgends werden die Informationen, die man von sogenannten 'Freunden' erhält, mehr selektiert, als in den sozialen Netzwerken. Facebook zeigt nur das interessante, geschönte und bestmögliche Selbstbild. Eigentlich eine Auswahl der Highlights aus einem sonst stinknormalen Leben.

Die Holländerin Zilla van den Born hat im Rahmen ihres Studiums ein Projekt in die Hand genommen, womit sie einfach ALLE getäuscht hat. Die junge Studentin hat Freunden und Familie einen Traumurlaub vorgegaukelt. Ein Traumurlaub für alle außenstehenden - eine fünfwöchigen Reise durch Südostasien. Doch für Zilla war das Ganze wohl in Wirklichkeit kein Zuckerschlecken. Denn die gesamte Zeit, die sie vorgeblich mit einer Traumreise verbrachte, saß sie in ihrem Apartment in Amsterdam. Statt all die tollen Dinge zu erleben, die sie gepostet hat, verbrachte sie ihre Zeit damit, den perfekten Urlaub zu inszenieren.

Das Facebook Experiment ist geglückt

Die meiste Zeit hat sie vermutlich mit dem Bearbeiten und Manipulieren von Bildern verbracht. Man sieht die Blondine beim Schnorcheln im Meer und in einem buddhistischen Tempel. Sie ist zu sehen neben exotischen Tieren und mit noch exotischerem Essen. All das hat sie angeblich in Laos, Kambodscha und Thailand erlebt.

Bei ihrem Experiment hat die Studentin wirklich an alles gedacht: Sie ließ sich sogar von ihrer Familie zum Flughafen bringen, nur um dann wieder mit dem Zug zurück nach Hause zu fahren. Im Schwimmbad machte sie Bilder für eine Tauchtour, ihr Zimmer wurde mittels Dekoartikeln in die verschiedensten Hotelunterkünften verwandelt. Sogar in ein Tuk-Tuk hat sich die Studentin mit Hilfe von Bildbearbeitungsprogrammen geschummelt. Um die Illusion perfekt zu machen, hat Zilla sogar nachts Nachrichten verschickt, um eine andere Zeitzone zu simulieren. Und sie hat die gesamten 35 Tage asiatische Gerichte gegessen.

Auch für den richtigen Teint hat sie mit Solarium-Besuchen gesorgt, damit bei den Skype-Sitzungen mit den Eltern in ihrem umdekorierten Zimmer kein Verdacht aufkommen konnte. Niemand zweifelte die Echtheit ihrer Reise an. Einzig und allein ihr Freund war eingeweiht. Der hat natürlich während der gesamten Zeit brav mitgespielt. Schließlich ging es Zilla nicht darum, ihre Eltern und engsten Freunde gemein zu hintergehen, sondern um ein Experiment. "Mein Ziel war es, mal aufzuzeigen, wie normal die verzerrte Wahrheit mittlerweile ist", verrät die 25-Jährige dem Online-Portal 'Odditycentral.com'. Man sollte sich eben nicht auf alles verlassen, was man bei Facebook sieht.

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