Allergikern droht eine Pollen-Explosion

Allergikern droht eine Pollen-Explosion
Ab Mitte April kann es in diesem Jahr für Allergiker besonders schlimm werden: Hochallergene Birkenpollen sind dann konzentriert in der Luft. © picture alliance / Bildagentur-o

Sobald es wärmer wird

Allergiker hatten in diesem Jahr bisher recht wenig auszustehen. Aber das dicke Ende droht in den nächsten Tagen zu kommen. Die Frühblüher - besonders die Birken mit ihren hochallergenen Birkenpollen - sind derzeit im Standby und warten nur auf etwas wärmeres Wetter, um dann mit doppelter Kraft loszulegen.

„Sobald es wärmer wird, kann es mit den allergenen Frühblühern relativ schnell gehen. Es ist zu erwarten, dass es geradezu explodiert“, sagt Professor Andreas Dietz, Direktor der HNO-Uniklinik Leipzig.

Dietz denkt dabei besonders an die Birkenpollen: Birken seien die klassischen Frühblüher und die Birkenpollen hoch allergen. Dietz: „Wenn es warm wird, erwarten wir die ersten Heuschnupfen-Patienten.“ Die Kälte habe die Pollenentwicklung bislang nur unter dem Deckel gehalten. Abgefroren sei da nichts.

Oliver Hantke, Meteorologe bei wetter.de, sieht die Gefahr heraufziehen. Zum Wettertrend meint er: „Ich rechne schon in der nächsten Woche mit einer Erwärmung bis auf 15, 16 Grad.“

Hyposensibilisierung hilft langfristig

Der Facharzt empfiehlt Allergikern die Hyposensibilisierung, bei der Patienten auf die Allergene eingestellt werden. Die klassische Methode sei die Behandlung mit Spritzen über mehrere Wochen hinweg. Dietz: „Es gibt inzwischen aber auch Tropfen und Tabletten, die man unter der Zunge zergehen lässt. Aber die besten Erfahrungen hat man doch mit kleinen Spritzen gemacht.“

In der akuten Phase können sich Allergiker auch mit Antihistaminika in Form von Tabletten oder Augentropfen behelfen. Dadurch werden die Symptome abgemildert.

Es gibt im übrigen auch Leidtragende der gegenwärtigen pollenarmen Situation: Die Bienen hungern nach dem langen Winter und haben ihr Brutgeschäft erst mal wieder auf Eis gelegt.

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