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Allerbeste Freundinnen: Was macht diese Beziehung besonders?

Beste Freundinnen
Freundinnen beim Kaffeeklatsch © contrastwerkstatt - Fotolia

Was zeichnet die Freundschaft zur allerbesten Freundin aus?

Nahezu jede Frau hat im Leben mindestens eine davon: Die beste Freundin. Mit ihr geht man durch dick und dünn – und das oft schon seit der Schulzeit. Doch was macht diese besondere Beziehung aus, zwischen die kein Blatt passt?

Oft beginnt die Geschichte schon im Kindesalter: Die allerbeste Freundin – kurz ABF genannt – ist meistens die, die schon auf der Schulbank neben einem saß, die im gleichen Reitverein war oder im Haus nebenan gewohnt hat. Sie ist das Mädchen, mit dem man über den großen Schwarm quatscht, sich kichernd die Nächte um die Ohren schlägt und die als EINZIGE den gleichen Nagellack tragen darf. Und auch als erwachsene Frau will man die treue Begleiterin, mit der man alles teilt, nicht missen. Prominente Beispiele wie die Schauspielerinnen Jennifer Aniston und Courtney Cox, die nicht nur in der Serie ‚Friends‘ beste Freundinnen waren, machen es vor: Frau kann nicht ohne die eine, innige Beziehung – die BFF, die best friends forever!

Aber warum gibt es DIE eine im Leben einer Frau, mit der man gemeinsam auf die Toilette geht oder die Folgen der Lieblingsserie guckt? Was macht dieses magische Band aus? Und was ist, wenn die Freundschaft, die man sich ein Leben lang schwört, doch zerbricht?

Zunächst einmal ist da die Gemeinsamkeit. Man teilt die gleichen Hobbys, hört die gleiche Musik oder liest die gleiche Modezeitschrift. In diesem Punkt unterscheiden sich 14-jährige Teenie-Freundinnen kaum von den Erwachsenen. Es ist das Durchleiden der gleichen Situation, das einen zusammenschweißt und einem das Gefühl gibt, dass man verstanden wird. Man teilt nicht nur Interessen, auch Leid und Freude – ein Gefühl, das bis hin zum Glaube an die Seelenverwandtschaft reicht. Man kann gemeinsam lachen und gemeinsam weinen – Hauptsache man weiß, man ist nicht allein.

Aus der Gemeinsamkeit resultiert ein Gefühl à la ‚Wir gegen den Rest der Welt‘. Vor allem in Phasen der Orientierungslosigkeit stärkt der Glaube daran, dass man gemeinsam alles schafft und stiftet den Halt, den man woanders vermisst. Auf die beste Freundin kann ich mich verlassen. Dabei genügt manchmal schon allein der Gedanke daran, dass es jemanden gibt, den ich zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann. Da ist jemand, der mich nicht bewertet – jemand, der mir einfach nur zuhört.

Nicht jede Freundschaft hält für immer

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Sie gehen durch dick und dünn © Franz Pfluegl

Doch auch in jeder guten Beziehung kann es kriseln. Mögen die Gründe im Jugendalter auch noch so banal sein, so unterscheiden sie sich in der Hauptsache doch selten von denen, der erwachsenen Freundinnen. Meist hängt der Streit zwischen den BFFs mit enttäuschten Erwartungen und Konkurrenz zusammen. Die allerbeste Freundin mit anderen zu teilen fällt nicht immer leicht. Und wenn veränderte Lebensumstände dazu kommen, bricht die Routine der Zwei, die alles zusammen erleben, zusammen. Der Umzug in eine andere Stadt und das Kennenlernen neuer Menschen wird dann schnell zur härtesten Prüfung, die eine Freundschaft überstehen muss – und einige scheitern daran.

Überdauert die Freundschaft zur ABF jedoch auch nach der Schulzeit, hat sie beste Chancen auch die nächsten Jahre zu bestehen. Und zum Glück ist es mit den BFFs letztlich wie mit einem guten Wein: Mit dem Alter wird man reifer. Man lernt die Schulbanknachbarin zu teilen, lässt einander mehr Freiheiten und weiß die gemeinsamen Momente miteinander umso mehr zu schätzen. Was wären wir also ohne sie - die allerbeste Freundin?

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