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Alkohol in der Schwangerschaft: So schädlich ist der Konsum für die Kinder

Das richtet Alkohol in der Schwangerschaft an
Das richtet Alkohol in der Schwangerschaft an Ein Arzt erklärt 00:03:35
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Fetales Alkoholsyndrom: Eine Folge des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft

In Deutschland kommen jährlich etwa 8.000 Kinder mit fetalem Alkoholsyndrom zur Welt – einer Krankheit, die durch den Alkoholkonsum der Mutter verursacht wird. Das Baby im Bauch trinkt immer mit, kann den Alkohol nicht abbauen. Trotzdem gehen viele Frauen zu leichtsinnig mit Alkohol in der Schwangerschaft um.

Das fetale Alkoholsyndrom (FASD) ist die am häufigsten angeborene Behinderung – und die einzige, die eigentlich zu 100 Prozent vermieden werden könnte.

Der Mediziner Dr. Christoph Specht erklärt im Video, wie genau sich der Alkohol auf das Kind im Mutterleib auswirkt.

Alkohol in der Schwangerschaft: Ein Tabu

Alkohol während der Schwangerschaft – eigentlich ein Tabu. Erschreckenderweise sehen das nicht alle Frauen so: "Mal ein Glas Wein – ich denke, das ist nicht schlimm", sagt etwa eine Frau in einem Einkaufszentrum. Diese Meinung wird von vielen Frauen geteilt. Dabei kann theoretisch schon eine kleine Menge an Alkohol das fetale Alkoholsyndrom auslösen.

Das führt dazu, dass jährlich 8.000 Kinder mit fetalem Alkoholsyndrom zur Welt kommen. Denn die Ungeborenen sind dem Gift im Mutterleib schutzlos ausgeliefert. Für diese Menschen gibt es keine Heilung. Daher darf es während der Schwangerschaft nur eine Option geben: Keinen Schluck Alkohol. Denn jedes Glas ist eine Gefahr.

Brauchen Sie Hilfe zu FASD?

Der Verein Sonnenhof e.V. in Berlin bietet eine kostenlose Sprechstunde für Erwachsene an. Diese können sich dort über FASD informieren und diagnostizieren lassen. Das Angebot ist besonders wichtig, da Krankenkassen die Kosten für die Diagnostik bei Erwachsenen nicht bezahlen – lediglich bei Kindern werden die Kosten übernommen. Zusätzlich unterhält der Verein eine FASD-Wohngemeinschaft, die Betroffenen bei der Eingliederung hilft.

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