Alkohol in der Schwangerschaft: Baby auf kaltem Entzug

Alkohol in der Schwangerschaft ist extrem schädlich.
Schon kleinste Mengen Alkohol in der Schwangerschaft sind extrem schädlich.

Griff zur Flasche kann schlimme Folgen haben

In der Schwangerschaft ist jeder Tropfen Schnaps ein Tropfen zu viel. Babys, die neun Monate im Mutterleib mitgetrunken haben, leiden im besten Fall nur unter Schlafstörungen, aber auch eine verzögerte geistige Entwicklung, verminderte Intelligenz, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sowie der Verlust der Impulskontrolle können die Folge sein.

Wenn Mütter auch während der Schwangerschaft zur Flasche greifen, wirkt sich das aufs Baby aus. Das Baby schreit dann häufig sehr viel, entwickelt sich langsamer bis hin zur Behinderung.

Jede 2. Frau trinkt während der Schwangerschaft Alkohol

Jedes Jahr kommen in Deutschland geschätzte 6.000 Kinder mit alkoholbedingten Schäden - 'Fetales Alkohol Syndrom' (FAS) - zur Welt. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass beinahe jede zweite Frau trotz Schwangerschaft nicht vollständig auf Alkohol verzichtet. Der Grund: Viele werdende Eltern sind nicht ausreichend über die Risiken informiert. Oft werden die Gefahren des Trinkens verharmlost oder gar nicht wahrgenommen. Doch das ist ein fataler Trugschluss, der die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährden kann.

Um jedes Risiko auszuschließen raten Experten daher, die Finger von Bier, Wein, Likör und Co. zu lassen. "Jeder Alkohol in der Schwangerschaft ist schädlich", so Dr. Benjamin Grolle vom Kinderkrankenhaus Altona. "Es gibt keine Untergrenze, keine Mindestgrenze, von der man sagen dürfte, die ist unschädlich.

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