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Aliana (6): Eine Masern-Erkrankung kostete sie das Leben

Aliana (6): Eine Masern-Infektion kostete sie das Leben
Aliana (6): Eine Masern-Infektion kostete sie das Leben Im Alter von drei Monaten angesteckt 00:01:59
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Zum Zeitpunkt der Ansteckung war das Mädchen zu jung für eine Impfung

Aliana war gerade einmal drei Monate alt, als sie an Masern erkrankte. Vermutlich hat sie sich im Wartezimmer beim Kinderarzt angesteckt. Und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem sie für eine Impfung noch zu jung war. Das Mädchen entwickelte daraufhin eine chronische Gehirnentzündung (SSPE), an deren Folgen sie im November 2016 gestorben ist - mit sechs Jahren. 

Babys werden in der Regel erst nach dem elften Lebensmonat geimpft. Davor vertraut man auf den so genannten Nestschutz. Das bedeutet, dass das Kind auch nach der Geburt mit den Antikörpern der Mutter geschützt ist. Diese Antikörper werden während  der Schwangerschaft übertragen. Doch Alianas Mutter hatte diese Antikörper nicht - sie selbst wurde als Kind nicht geimpft.

Wie wichtig jedoch eine Masernimpfung ist, zeigen aktuelle Fälle aus Duisburg. Dort sind 77 Masernfälle bekannt geworden. 61 der Betroffenen sind Kinder, 22 sogar unter einem Jahr alt. Daher raten Experten, Kinder auch vor den üblichen elf Monaten impfen zu lassen, damit der Schutz gegen die Krankheit aufgebaut werden kann.

Auch Erwachsene können etwas tun, um Kinder zu schützen: Überprüfen Sie ihren Impfschutz! Mit dem Impfausweis kann der Hausarzt feststellen, wie der Status Ihres Impfschutzes ist. Haben Sie keinen Impfausweis, können Antikörper mittels Bluttest festgestellt werden. 

Ärzte warnen übrigens auch vor dem Mythos, dass eine durchgestandene Krankheit die Entwicklung eines Kindes fördere: Für diese Annahme gebe es keinen medizinischen Beleg.

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