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Alarm im Schlafzimmer: Sex kann Sie töten!

Mann und Frau beim Sex
Beim Sex ist Vorsicht geboten - ansonsten besteht Lebensgefahr © picture alliance / Bildagentur-o, Tetra Images/Bildagentur-online

Sex hält fit, macht glücklich und verleiht auch noch einen tollen Teint? Das denken Sie! US-Wissenschaftler haben nun herausgefunden: Unregelmäßiger Sex und Sport können lebensgefährlich sein. Was steckt dahinter?

Stimmt das alte Sprichwort "Sport ist Mord" nun doch? Brauchen sich Frauen nie wieder mit Migräne rauszureden, wenn sie keine Lust auf Sex haben? Genügt zukünftig ein leise gehauchtes "Ich hänge am Leben", um dem Partner klar zu machen "Sex kannst Du heute vergessen"?

Tatsache ist: Es kommt auf die Häufigkeit an. Generell sind Sport und Sex gesund. Riskant kann beides aber für untrainierte Menschen werden. Das haben nun US-Forscher vom Tufts Medical Center in Boston herausgefunden. Für dieses Ergebnis haben die Experten 14 Studien mit 10.000 Patienten analysiert.

Bedeutet das Ergebnis striktes Sex- und Sport-Verbot?

Tatsache ist: Wenn Sex und Sport nur gelegentlich auf dem Tagesplan stehen, kann der Herzrhythmus durch die ungewohnte Anstrengung aus dem Takt geraten. Dadurch wiederum kann die Blutzirkulation durch das Herz stoppen. Die Wissenschaftler haben herausfunden, dass sich bei nicht trainierten Menschen die Gefahr für einen Herzinfarkt durch Sex um das 2,7-fache erhöht.

Sport zu treiben ist für Couchpotatoes sogar noch gefährlicher: Wer von null auf hundert durchstartet, um endlich die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen, riskiert unter Umständen sein Leben. Wer zuvor ein eher bequemes Leben geführt hat, kann nicht von einem Tag auf den anderen einen Halbmarathon laufen. Ein solcher Kaltstart erhöht das Risiko für einen plötzlichen Herztod oder einen Infarkt um das 3,5-fache.

Jessica Paulus, eine Mitarbeiterin der Studie, erklärt, dass das erhöhte Risiko aber nur für eine kurze Zeit anhalte - und zwar bis etwa ein bis zwei Stunden nach dem Sport oder Sex. Grundsätzlich wirke sich ein langsames, regelmäßiges Sport-Training aber positiv auf das Herz und die Gesundheit aus.

Die Wissenschaftler empfehlen, beim Sport mit einem langsamen Training zu starten. Untrainierte Menschen sollten ihre alten Gewohnheiten nach und nach umstellen. Jemand, der sonst immer mit dem Fahrstuhl fährt, könnte zukünftig die Treppe nehmen. Einkäufe oder kurze Entfernungen könnten mit dem Fahrrad statt dem Auto zurückgelegt werden. Und bevor Sie die Joggingschuhe anziehen, sollten Sie vielleicht erst einmal mit ausgedehnten Spaziergängen oder Walken beginnen. Gleiches gilt für Sex: Lassen Sie es langsam angehen. Training ist alles - und macht ja bekanntlich auch den Meister.

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