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Aktivkohle-Maske und Co.: Schwarze Kosmetik im 'Ökotest'

Schwarze Kosmetik: Sechs Mal 'ungenügend', kein Mal 'gut'

Der neueste Trend der Kosmetikbranche ist schwarz! Egal, ob Zahncreme, Pflegeshampoo oder Peeling – sogenannte schwarze Kosmetik wirbt damit, die Haut porentief zu säubern. Verantwortlich für diese Wunderwirkung und die tiefschwarze Färbung der Kosmetikprodukte sind Aktivkohle und Vulkanstein. Diese Inhaltsstoffe sollen die Haut nicht nur von Ablagerungen und Talg befreien, sondern auch Gerüche binden - so zumindest ihr Werbeversprechen.

Aktivkohle-Maske und Co.: Schwarze Kosmetik im Ökotest
MAG Beauty Aktivkohle-Maske und Co.: Schwarze Kosmetik schnitt im 'Ökotest' eher schlecht ab. © Aliaksei Smalenski

Doch von wegen Wunder-Kosmetik! Eine Untersuchung des Verbrauchermagazins 'Ökotest' deckt jetzt auf: Keines der getesteten, schwarzen Kosmetikprodukte hält, was es verspricht. Schlimmer noch: Mehr als die Hälfte der untersuchten Produkte enthält gesundheitsgefährdende Schadstoffe, die zum Teil unter dringendem Krebsverdacht stehen. Diese sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) können bei Verbrennungsprozessen - wie der Kohlegewinnung - entstehen und sind laut EU-Kosmetik-Verordnung verboten.

Im Test untersuchte 'Ökotest' 15 kohle- oder vulkangesteinhaltige Kosmetikprodukte aus Drogerien, Parfümerien und dem Internet. Die schwarze Kosmetik verschiedener Preisstufen wurde im Labor dann hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und Erfüllung ihrer Werbeversprechen unter die Lupe genommen – mit erschreckendem Ergebnis.

Das sind die Testsieger und Verlierer

Schwarze Kosmetik
In der Januar-Ausgabe 2016 testet 'Ökotest' schwarze Kosmetik

Doch zunächst die gute Nachricht: Fünf der getesteten Kosmetikprodukte schnitten insgesamt mit 'befriedigend', hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe sogar mit 'sehr gut' ab. Zu den Testsiegern gehören unter anderem 'Balea Men Vulkanstein Peeling + Maske' von DM für 1,95 Euro pro 100 ml, 'Manna Seife Eben Gesichtsreinigungsseife' von Manna (7,90 Euro für 90 ml) sowie die teurere 'Curaprox Black Is White Whitening-Zahnpasta + Zahnbürste' von Curaden (23,73 Euro für 90 ml).

Besonders erschreckend sind aber die Negativ-Ausreißer der 'Ökotest'-Untersuchung. Sechs schwarze Kosmetikprodukte fielen mit ‚ungenügend‘ komplett durch – sowohl aufgrund schädlicher Inhaltsstoffe, also auch wegen leerer Werbeversprechen. Die Zahnpasta 'Splat Whitening Toothpaste Blackwood' von Splat Cosmetiks (9,87 Euro für 75 ml), 'Nivea Men Active Clean Pflegeshampoo Activ-Kohle' (2,25 Euro für 250 ml) und 'Ecodenta Extra Black Whitening Toothpaste' (4,49 Euro für 10 ml) können dem Test zufolge der Gesundheit ernsthaft schaden. Denn sie enthalten die teilweise krebserregenden PAK-Stoffe, durch die es zu Hautentzündungen und Reizungen der Atemwege kommen kann. Zudem konnte die schwarze Kosmetik die Experten nicht von ihrer besonderen Reinigungswirkung für die Haut überzeugen.

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