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Aktfotos nach Brustamputation: Allison Snares mutige Botschaft

Aktfotos nach Brustamputation: Allison Snares mutige Botschaft
Nach einer beidseitigen Brustamputation entschließt sich die 24-Jährige Alllison Snare, Aktfotos von sich zu machen, um anderen Frauen Mut zu machen. © (c)Bruce Moyle

Allison will anderen Frauen Mut machen

Eine Brustamputation ist eine einschneidende Erfahrung, die das Leben der betroffenen Frauen für immer verändert. Viele versuchen, das Erlebnis möglichst schnell zu verdrängen, nicht so die 24-jährige Allison Snare. Nach einer beidseitigen Brustamputation beschließt die Studentin, Fotos von sich zu veröffentlichen, um anderen Frauen Mut zu machen.

Allison Snare aus Launceston in Australien war gerade einmal 23 Jahre alt, als bei ihr eine besonders aggressive Form von Brustkrebs festgestellt wurde. Als Allison erfährt, dass ihre Brüste abgenommen werden müssten, zögert sie keinen Moment. "Es waren nicht mehr meine Brüste, es waren nur noch tickende Zeitbomben. Ich habe ihnen keine Sekunde hinterher getrauert."

Nachdem sich die 24-Jährige der beidseitigen Braustamputation und einer fünfmonatigen Chemotherapie unterzogen hatte, beschließt die junge Frau, dass sie diese einschneidende Erfahrung in ihrem Leben festhalten möchte. "Auch wenn andere so etwas vielleicht lieber vergessen wollen: Diese Krankheit war eine große Sache in meinem Leben, sie hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Und daran will ich mich erinnern“, so die Australierin zur 'Daily Mail Australien'.

Gemeinsam mit dem Fotografen Bruce Moyle entsteht die Idee, Aktfotos von Allisons Körper zu machen, doch zunächst ist sie durch die Chemotherapie zu geschwächt. Dann, kurz vor der Rekonstruktions-OP, entschließt sich Allison doch noch zu dem mutigen Schritt. "Die Tatsache, dass ich keine Brüste habe, war nicht das Problem. Ich hatte eher Angst mich auszuziehen, weil ich durch die Chemotherapie 12 Kilo zugenommen habe“, so die 24-Jährige. Mit ihren Fotos möchte Allison vor allem auch jungen Frauen Mut machen, sich untersuchen zu lassen und zu kämpfen. Denn die Krankheit macht auch vor einem jungen Körper nicht Halt, so die Botschaft ihrer Fotos.

Ein anderer wichtiger Grund für Allison, die Fotos zu machen, waren die Kinder, die sie sich einmal wünscht. Sie sollten sehen, was sie durchgemacht hat, wie hart es für sie war, und wie ihr Partner, Dwayne Darcy immer für sie da war und Seite an Seite mit ihr gekämpft hat. Vor ihrer Chemotherapie ließ Allison zwölf Embryonen einfrieren, da die Gefahr von Unfruchtbarkeit bestand. Ende des Jahres, wenn sie für 12 Monate krankheitsfrei ist, wollen die beiden Australier versuchen, ein Kind zu bekommen. "Es ist Zeit, nach vorne zu schauen.“, so die Australierin.

Auch wenn die Angst vor einem möglichen Rückfall immer bleibt, Allison will ihr Leben so leben, wie sie ihren Krebs bekämpft hat: Mit Vertrauen und Optimismus. Besonders hilft ihr dabei das positive Feedback auf ihre Fotos. Zunächst hatte sie Angst vor irgendwelchen negativen oder verächtlichen Kommentaren. Doch ihre Sorge war völlig unbegründet. "Alle waren so unglaublich nett und positiv, ich bin unglaublich froh, dass ich das getan habe", so Allison.

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