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Agoraphobie - die Angst vor bestimmten Orten oder Menschenmengen

Kathrin hat drei Jahre das Haus nicht verlassen
Kathrin hat drei Jahre das Haus nicht verlassen Agoraphobie - das bedeutet die Krankheit 00:04:51
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Agoraphobie bezeichnet die Angst, die durch Orte oder Menschengedränge ausgelöst wird

Es klingt unvorstellbar: Kathrin hat drei Jahre ihr Haus nicht verlassen. Sie hat panische Angst, dass ihr draußen etwas passieren könnte. Die junge Frau leidet an der sogenannten Agoraphobie, einer diffusen Angst vor Menschen und davor, die sichere Umgebung zu verlassen.

Das altgriechische Wort "agora" bedeutet so viel wie Marktplatz und "phobos" ist die Furcht. Doch Betroffene von Agoraphobie haben nicht nur Angst vor Marktplätzen, sondern vor bestimmten Orten oder Menschengedränge. Hauptmerkmal der Phobie ist eine grundlose oder unrealistisch starke Angst vor bestimmten Orten. Im Extremfall können die Betroffenen die Wohnung vor lauter Angst nicht mehr verlassen – so wie Kathrin. Mit rational logischen Argumenten kann die Agoraphobie nicht beseitigt werden.

In einer Studie mit fast 13.000 Probanden wurden bei 0,61 Prozent eine Agoraphobie nachgewiesen. Mit einer Psychotherapie kann die Krankheit geheilt werden - Medikamente können die Angst nur lindern. Betroffen sind meist Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren.

Wie Kathrin, die drei Jahre lang ihr Haus nicht verließ, unter der Angst litt und wie sie sie am Ende besiegen konnte, das erzählt sie ganz offen im Video.

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