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Afrikanische Mode ist angesagt: Wird Johannesburg zur Modemetropole?

Afrikanische Designer bekommen immer mehr Aufmerksamkeit

Bunt, traditionell und doch modern, nachhaltig: So überzeugen afri-kanische Modedesigner inzwischen auf den internationalen Laufstegen. Seit dem Ende der Apart-heid hat Südafrika sich zum Mode-Mekka entwickelt.

Afrikanische Mode ist angesagt: Wird Johannesburg zur Modemetropole?
Der afrikanische Designer John Kaveke hat mit seiner Kollektion bereits London erobert.

Auch Thembeka Vilakasi ist Designerin. Die vielversprechende Upstart-Modemacherin aus Durban macht sogar ihre Schuhe selbst. "Mein Label heißt Yadah. Das heißt 'Verehren' auf Hebräisch", verrät Thembeka. Für sie ist Musik die Inspiration für ihre klassischen und zeitlosen Designs. Ihre Models schickt sie zu dem Titel 'Joy' – also 'Freude' auf den Catwalk.

Noch unbekannter als die Designer, die ihre Mode in Johannesburg präsentieren, sind die Designer aus Ostafrika - obwohl sie nicht weniger talentiert oder kreativ sind. John Kaveke ist Kenias erfolgreichster Modedesigner. Mit harter Arbeit hat er es geschaff,t die Modemetropole London mit seiner frechen, dezent kenianischen Kollektion zu erobern.

"Für meine europäischen Kunden fahre ich die Farben etwas runter", erzählt der Designer, "aber der afrikanische Touch bleibt". John Kaveke sorgt mit bunten Stoffstreifen oder afrikanischem Stoff als Innenfutter für ein Jacket für den afrikanischen Touch. Frech, aber nicht überwältigend. So begründet er seinen Erfolg außerhalb Afrikas.

Die Designer aus Afrika stehen oft vor großen Problemen

Aber selbst John Kaveke, der bereits international Erfolge feierte, kämpft wie viele andere afrikanische Designer mit großen Finanzierungs- und den afrikanischen Alltagsproblemen. So sind beispielsweise Stromausfälle während des laufenden Betriebs keine Seltenheit. Doch ohne Strom funktioniert auch keine Nähmaschine und so kommt er oft einfach nicht mit seiner Arbeit voran. Da es in Kenia auch keine große Textilindustrie gibt, ist der Modedesigner auf Stoffe aus China, Dubai oder Thailand angewiesen.

Für seine Kollegin Thembeka Vilakasi ist es etwas einfacher. Sie nutzt vornehmlich lokale Stoffe. Das kommt an bei den Südafrikanischen Kunden, denn diese tragen stolz die neue Mode 'Made in South Africa'. Mode macht in Afrika richtig Spaß und sieht auch noch toll aus!

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