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Aeromonas hydrophila: Frau von Bakterien zerfressen

24-Jährige kämpft gegen Killer-Bakterium
24-Jährige kämpft gegen Killer-Bakterium Ärzte mussten ihr Bein amputieren 00:01:43
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Aeromonas hydrophila: Gefährliche Bakterien zerstören Haut und Muskeln

Bei einem Ausflug fällt Aimee von einer Seilrutsche. Die 24-Jährige hat eine tiefe Schnittwunde am Bein. Vier Tage lang hat die junge Frau Schmerzen. Dann diagnostizieren Ärzte bei ihr die oftmals tödliche Infektionskrankheit. Auslöser sind sogenannte "Aeromonas hydrophila"-Bakterien, die meist im Wasser leben.

Bakterien im Wasser
Aeromonas hydrophila: Diese Gefährliche Bakterien können in seltenen Fällen lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen. © dpa, HZI

Ein Bein wurde ihr schon abgenommen. Nun wurde bekannt, dass auch Aimees Hände und ihr verbleibender Fuß amputiert werden müssen, um ihr Leben zu retten. Die Hände sind so schlecht durchblutet, dass ein zusätzliches Infektionsrisiko besteht.

Aeromonas hydrophila ist ein weltweit verbreitetes Bakterium

Die Anteilnahme ist nach der Veröffentlichung der Geschichte von Aimee riesengroß. Viele Menschen melden sich mit ähnlichen Erkrankungen und machen der 24-Jährigen Hoffnung.

Die "fleischfressenden" Bakterien sind nicht so selten, wie man denkt: "Aeromonas hydrophila" ist eine Bakterienspezies, die sowohl in Süßwasser als auch im Brackwasser auftreten kann. Es ist weltweit verbreitet. "Nekrotisierende Fasziitis" ist der genaue Name der Krankheit, unter der Aimee leidet - ausgelöst durch Streptokokken-Bakterien.

Gesunde Menschen reagieren jedoch meist nur mit Erbrechen und Durchfall. Gelangen die Bakterien durch eine Verletzung in den Körper, - und ist das Immunsystem des Betroffenen dazu geschwächt, können sie, wie im Fall Aimee Copeland, lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen.

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