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Aerobic: Fitness für Körper und Gehirn

Aerobic ist gesund
© Edyta Pawlowska - Fotolia

Aerobic macht jung - Sport fördert Leistungsfähigkeit

Einmal mehr zeigt sich, welch positive Wirkung sportliche Betätigung auf uns hat. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, besitzt im Alter zumeist ein besser durchblutetes Gehirn - und ist damit auch fitter im Kopf (Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit usw.). Sport hält Aktive also nicht nur körperlich jung, sie bleiben auch im Geist wacher.

Eine weitere Bestätigung dieser Erkenntnis bringt eine Studie von Medizinern der University of North Carolina. Das Team der Wissenschaftler untersuchte in einer Pilotstudie 14 körperlich aktive Senioren zwischen 60 und 80 Jahren. Per Angiografie, einer Methode zur Darstellung der Blutgefäße durch Magnetresonanz, wurden Anzahl und Zustand der Blutgefäße im Gehirn dargestellt. Die Hälfte der Gruppe hatte in den vorhergehenden zehn Jahren an aerobischen Übungen für mindestens drei Stunden pro Woche teilgenommen, während die zweite Hälfte angab, keinen oder nur sehr wenig regelmäßigen Sport zu betreiben.

Die Erkenntnisse der Forscher: Die Blutgefäße körperlich aktiver Senioren ähnelt denjenigen junger Erwachsener. Alte Sportlerhirne haben deutlich mehr feine Arterien, die zudem weniger verkrümmt sind. Ein Zeichen für geistige Vitalität. Die stärker bei alten Nicht-Sportlern vorkommenden Arterienwindungen entstehen durch altersbedingte Gefäßverlängerungen und weitere ausgeformte Dehnungskurven.

Bereits seit längerem betonen Mediziner, dass Sport die Durchblutung des gesamten Körpers anrege, die Stoffwechselvorgänge verbessere und zudem den Blutdruck sinken lasse, was die Blutgefäße im ganzen Körper jung und elastisch halte. Oft werde vergessen, dass das Gehirn auch ein Teil des Körpers ist.

Bereits in den 1960er-Jahren beobachteten Forscher der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln wie gezieltes körperliches Training auch Einfluss auf die Gehirnfunktion hat. Die körperliche Aktivität verbessert die Plastizität des Gehirns, auch im Alter, und kann mitunter das Fortschreiten von Demenz bremsen.

Bewegung ist zudem ein bekannter Schutzfaktor für entsprechende Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit einem Einsatz von etwas 30 Minuten körperlicher Betätigung würde sich beispielsweise das Risiko für einen Schlaganfall schon um 25 Prozent verringern lassen. In diesem Zusammenhang wir auch von der Dosis-Wirkungs-Beziehung gesprochen: Je mehr regelmäßige Aktivität, desto größer die Schutzwirkung.

Körperliche Aktivität beeinflusst im Übrigen auch die Psyche bei einer Depression positiv. Ausdauertraining soll vermehrt körpereigene Hormone sowie den Nervenbotenstoff Serotonin freisetzen. Mit einem gezielten Ausdauertraining könnten möglicherweise Stimmungsveränderungen erreicht werden, die mit der Wirkung von Antidepressiva vergleichbar sind. Das muss in weiterführenden Studien aber noch überprüft werden.

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