Adoptiv-Mütter können mit Pille stillen

Adoptiv-Mütter können mit Pille stillen
© picture-alliance/ ZB, Patrick Pleul

Stillen durch besondere Hormon-Pillen

Viele Experten sind sich sicher: Die besondere Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht hauptsächlich beim Stillen. Schwer haben es da Adoptiv-Mütter, die keine Nähe zum Baby allein durchs Stillen aufbauen können. Doch mithilfe einer Hormon-Pille kann sich das nun geändert haben.

Während einer Schwangerschaft werden viele Hormone ausgeschüttet und die Milchproduktion in Gang gesetzt, damit das Baby mit Muttermilch versorgt werden kann, wenn es auf der Welt ist. Mithilfe der Hormon-Pille werden ebenfalls die Schwangerschaftshormone ausgeschüttet, die den Körper dann glauben lassen, dass man wirklich schwanger sei. Das erklärt zumindest ein Experte. Deshalb sei es überhaupt auch möglich, dass der Körper echte Muttermilch produzieren kann, obwohl keine echte Schwangerschaft vorliegt. Kurz vor dem Zeitpunkt der Adoption müsse die werdende Mutter allerdings die Pillen wieder absetzen.

Adoption: Vertrauen braucht Zeit

Bei einer Adoption haben Mutter und Kind nicht viel Zeit, sich aneinander zu gewöhnen- anders als bei der leiblichen Mutter, die ihr Kind neun Monate unter dem Herzen trägt. Viele Adoptiv-Mütter geraten häufig in Panik und haben Angstzustände, ob sie ihrem Adoptivkind jemals so nah sein werden und können, wie andere Mütter ihren Kindern auch. Sicherlich ist eine gute Beziehung zwischen Mutter und Kind nicht nur von der Tatsache abhängig, ob das Kind gestillt wurde oder nicht, sondern auch von anderen Faktoren.

Trotzdem kann die Pille Adoptiv-Müttern helfen, sich ihren Kindern von Anfang an verbunden zu fühlen.

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