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Eierstockentzündung: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung einer Adnexitis

Werden Sie deshalb nicht schwanger?
Werden Sie deshalb nicht schwanger? Eierstockentzündung oft unbemerkt 00:02:35
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Die Eierstockentzündung kann auf verschiedenste Weise ausgeprägt sein

Eine Adnexitis, also eine Eierstockentzündung in Kombination mit einer Eileiterentzündung, ist eine unangenehme Sache. Die Entzündung kann sehr unterschiedlich verlaufen und von sehr schwach bis sogar lebensgefährlich sein. Wir erklären Ihnen, woran Sie eine Adnexitis erkennen, wie sie behandelt wird und ob man ihr vorbeugen kann.

Eierstockentzündung: Symptome, Ursachen und Arztbesuch

Meistens treten die ersten Symptome einer Eierstockentzündung kurz nach der Menstruation der Frau auf:

  • Allgemeines unwohlsein und Fieber.
  • Meist einseitige Schmerzen im Unterbauch,
  • Viele Betroffene leiden an Übelkeit und Erbrechen.
  • Starker, schlechtriechender Scheidenausfluss

Um herauszufinden, ob es sich bei der Erkrankung wirklich um eine Eierstockentzündung handelt, muss die Frau unbedingt zu einem Frauenarzt gehen der das Krankheitsbild abklären wird. Eine Adnexitis wird beispielsweise durch häufige wechselnde Sexualpartner ausgelöst - beispielsweise durch Chlamydien - oder entsteht nach dem Einsetzen einer Spirale.

Der Frauenarzt macht bei der Erkrankten einen Abstrich und untersucht den Muttermund – die Untersuchung kann mitunter schmerzhaft sein. Beim Abstrich werden dann meistens Bakterien nachgewiesen. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt dann auch sehen, ob Eiter im Eierstock entstanden ist. Manche Frauen benötigen zur Abklärung zusätzlich eine Beckenspiegelung.

Eierstockentzündung: So wird sie behandelt

Stellt der Frauenarzt eine Eierstockentzündung fest, so wird meistens erst einmal Antibiotika verschrieben. Die Erkrankten sollten ins Krankenhaus und dort stationär behandelt werden. Die Eierstockentzündung ist eine ernst zu nehmende Erkrankung.

Wichtig: bei einer Adnexitis sollte die Frau erst einmal sexuell enthaltsam leben und im Bett bleiben. Trägt sie eine verhütende Spirale, muss diese entfernt werden. Die Therapie der Eierstockentzündung dauert in der Regel bis zu drei Wochen. Sind die Erreger der Adnexitis sexuell übertragbar, sollte sich auch der Partner der Erkrankten mitbehandeln lassen.

Risiken bei einer Adnexitis

Nicht immer wird eine Eierstockentzündung sofort als eine solche erkannt. Denkt die betroffene Frau, dass sie einfach nur Fieber hat oder eine Grippe, so kann es sein, dass die Adnexitis lange Zeit nicht diagnostiziert wird. Das Problem daran:

Es kann zu Eiteransammlungen im Eierstock oder im Eileiter kommen, manchmal können auch umliegende Organe angegriffen werden.

In seltenen Fällen kann eine Eierstockentzündung sogar lebensbedrohlich werden, nämlich dann, wenn es beispielsweise durch eine Entzündung des Bauchraumes und des Bauchfells zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommt.

Ebenfalls ein Risiko bei einer Eierstockentzündung: es kann zu Verklebungen kommen, die Schmerzen auslösen und in schlechten Fällen auch den Zugang der Eizelle zum Gebärmutterhals blockieren. So kann es nach einer befruchtung der Eizelle zu einer Eileiterschwangerschaft kommen – in diesem Fall muss die Schwangerschaft abgebrochen werden.

Bleibt die Eierstockentzündung lange Zeit unerkannt und es kommt zu den oben beschrieben Verklebungen und Entzündungen, kann dies sogar zu Unfruchtbarkeit der Frau führen. Oft ist eine unerkannte Erkrankung an Adnexitis der Grund bei unerfüllten Kinderwunsch.

Einer Eierstockentzündung vorbeugen

Wer verhindern möchte, an einer Eierstockentzündung zu erkranken, der sollte einige Punkte beachten:

Am besten ist es, immer mit Kondom zu verhüten, um eine Ansteckung mit Infektionen zu vermeiden.

Auch sollten Frauen sich regelmäßig beim Frauenarzt untersuchen lassen, um eventuelle Bakterien, Verklebungen oder Eiteransammlungen festzustellen.

Frauenärzte raten ihren Patientinnen, sich vor allem in jungen Jahren regelmäßig auf Chlamydien testen zu lassen. Diese sind nämlich bei 40 Prozent aller Fälle für die Eileiter- und Eierstockentzündungen verantwortlich. Andere gefährliche Erreger sind Gonokokken (sie führen zu Tripper), ein geschwächtes Immunsystem und Stoffwechselkrankheiten wie beispielsweise Diabetes. Ab dem 25. Lebensjahr sind die Untersuchungen auf beispielsweise Chlamydien kostenlos und werden von der Krankenkasse übernommen.

Wichtig: Sollten Sie unsicher sein, ob Sie an einer Eierstockentzündung leiden, sollten Sie unbedingt zu Ihrem Frauenarzt gehen und sich gründlich untersuchen lassen. Eine unerkannte AdnexitisErkrankung könnte Ihnen viel Leid bringen.

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