GESUNDHEIT GESUNDHEIT

ADHS: Scheidungskinder haben ein doppeltes Risiko zu erkranken

ADHS: Scheidungskinder sind häufiger betroffen
ADHS betrifft Scheidungskinder häufiger als Kinder von nicht getrennten Eltern. © Tomasz Trojanowski - Fotolia

ADHS: Scheidungskinder sind extrem gefährdet

Wenn sich ein Paar trennt, ist das heute schon fast der Normalfall. Aber wenn sich Eltern trennen, leiden vor allem die Kinder. Sie sind unglücklich, können sogar krank werden. Neue Studen zeigen: Das Risiko, an ADHS zu erkranken, ist bei Scheidungskindern fast doppelt so hoch. Und auch das Drogenproblem ist bis zu viermal höher.

In einer kanadischen Studie wurden 4.100 Kinder befragt. 3,3 Prozent aller Kinder bekamen das ADHS-Medikament Methylphenidat (Ritalin). Trennten sich die Eltern, so stieg der Anteil der Verschreibungen sogar auf 6,1 Prozent.

Bei Kindern aus Trennungsfamilien war außerdem der Drogenmissbrauch viermal höher als bei Kindern, die in einer intakten Familie aufwuchsen. Laut der schwedischen Studie rauchten Kinder von getrennten Eltern doppelt so oft wie gleichaltrige Kinder von zusammen lebenden Eltern.

Aufgrund erster einschlägiger Studien aus Deutschland lassen sich diese Zahlen aus Schweden und Kanada auch auf Deutschland übertragen, sagt Prof. Dr. Matthias Franz. Er veranstaltet den "Männerkongress 2012" an der Universität Düsseldorf, der sich mit den Folgen elterlicher Trennung befasst

Anzeige