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ADHS: Frühchen haben ein höheres Risiko

Schwangerschaft: Welche Tests sind nötig?
Schwangerschaft: Welche Tests sind nötig? Wann zum Frauenarzt? 00:01:28
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Jede Schwangerschaftswoche zählt

Als wenn Eltern von Frühgeborenen nicht schon genug Sorgen hätten: Eine Studie des Uniklinikums Turku in Finnland hat jetzt gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen zu früh geborenen Kindern und ADHS gibt.

ADHS-Risiko bei Frühchen höher
Einer neuen Studie zufolge haben Frühchen ein erhöhtes Risiko, an ADHS zu erkranken. © S.Kobold - Fotolia

Aus der Analyse ging hervor, dass Kinder, die in der 38. Woche geboren sind, bereits ein zwölf Prozent erhöhtes Risiko haben, an ADHS zu erkranken. Bei Kindern, die in der 30. Woche zur Welt kommen, steigt das Risiko um das 3,6-fache und bei Frühchen die in der 23. bis 24. Woche geboren werden, erhöht sich der Wert um das Zwölffache.

Die Forscher vermuten, dass das Phänomen mit der noch nicht abgeschlossenen Fetalentwicklung des Gehirns von Frühchen zusammenhängt. Bei einer zu frühen Geburt kann auch durch die nicht ausreichende Zeit im Mutterleib eine Mangelernährung auftreten, was ein geringes Gewicht der Babys zur Folge hat. Beide Defizite können Störungen wie ADHS begünstigen.

Es gibt auch noch andere Faktoren, die das Risiko von Neugeborenen an ADHS zu erkranken, begünstigen: Ein junges Alter der Eltern (insbesondere der Mutter) und der Konsum von Nikotin oder Alkohol während der Schwangerschaft. Die finnischen Kinderpsychiater haben diese Faktoren bei ihrer Studie berücksichtigt.

Regelmäßige Untersuchungen sind also wichtig, um die Entwicklung des Kindes zu verfolgen und den Status der Gehirnentwicklung einschätzen zu können. Wie häufig Untersuchungen nötig sind, erklärt eine Hebamme im Video.

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