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ADHS: Ernährung ist bei der Behandlung ein wichtiger Bestandteil

ADHS: Ernährung ist wichtiger Faktor bei Therapie
ADHS: Ernährung umstellen kann helfen

ADHS mit Ernährung behandeln

Zwei Therapieansätze bei ADHS gehen von der Nahrung aus. Dabei wird versucht, die Krankheit ohne Medikamente zu besiegen. Und das mit beachtlichem Erfolg. Bei ADHS Ernährung umstellen kann also wirklich helfen!

Erster Ansatz: Die Eliminations-Diät. Dabei geht es um den Ausschluss der Nahrungsmittel, die möglicherweise das Problem verursachen. Das ADHS-Center in Eindhoven hat in Zusammenarbeit mit der Universität Rotterdam 50 ADHS-Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren mit dieser speziellen Herangehensweise behandelt. 50 weitere dienten als Kontrollgruppe.

Die behandelten Kinder bekamen anfangs als Nahrung lediglich Reis, Gemüse und Fleisch. Ergebnis: Nach fünf Wochen waren die ADHS-Symptome bei 64 Prozent der Kinder tatsächlich verschwunden und es wurden nach und nach weitere Nahrungsmittel in den Speiseplan aufgenommen.

Das Problem: Es waren bei jedem Kind andere Nahrungsmittel, die ADHS auslösten. Eine allgemeine ADHS-Diät gibt es demnach also nicht. Eltern sollten auch auf keinen Fall selbst mit Diäten experimentieren, sondern stets einen Arzt hinzuziehen.

Der Ernährungsansatz ist auch nicht so einfach durchzuhalten, wie es sich anhört, denn oft genug waren es die Lieblingsspeisen, zum Beispiel Limo, Schokolade oder Brötchen, die plötzlich nicht mehr gegessen werden durften.

Zweiter Ansatz: Die Nährstofftherapie

An der Universität Oxford und der Universität von New South Wales, Australien, durchgeführte Untersuchungen bewiesen die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren gegen ADHS. Die Symptome konnten stark reduziert werden und die Leistungen der Kinder in Lesen, Schreiben sowie das Verhalten verbesserten sich.

Positiv waren auch Studien bei denen Magnesium, Zink und Vitamin E gegeben wurden. Ärzte empfehlen außerdem, Nahrung zu meiden, die eine hohe ‚glykämische Last‘ bedeuten. ‚Glykämische Last‘ bezieht sich auf den Blutzuckerspiegel. Der höchste Wert, der erreicht wird ist 100. Er bezieht sich auf den Blutzucker-Effekt von 100 Gramm reinen Traubenzucker. 100 Gramm Baguettebrot hat zum Beispiel eine ‚glykämische Last‘ von 34, 100 Gramm gekochte Möhren haben nur 5,3. Je weniger konzentriert Zucker und Kohlehydrate in einem Nahrungsmittel sind, desto besser.

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