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ADHS-Diagnose: Frühzeitige ADHS-Diagnostik beim Kinderarzt

ADHS-Diagnose bald in den Früherkennungsuntersuchungen
Die ADHS-Diagnose soll schon bald beim Kinderarzt stattfinden - in den Vorsorgeuntersuchungen. © picture-alliance/ dpa, Oliver Berg

ADHS-Diagnose kann in der Früherkennung erfolgen

Hat mein Kind ADHS? Wenn Sie diese Sorge quält, gibt es vielleicht bald schon früh Gewissheit. Für die ADHS-Diagnose sollen entsprechende Untersuchungen in die Früherkennung bei Kinderärzten aufgenommen werden.

Wenn Sie bereits ein Kind mit einer Verhaltensstörung haben oder auch wenn Sie damit noch keine Erfahrung gemacht haben, bleibt Ihnen ein langer Leidensweg erspart, wenn schon früh feststeht, dass Ihr Kind eine Verhaltensauffälligkeit hat. Eine frühe Diagnose und eine schnell veranlasste Therapie bedeuten weniger Stress für Sie und Ihr Kind. Und verhindert wird vor allem eines: die Isolation. Denn gerade in ihrem Sozialverhalten schwache Kinder brauchen die soziale Eingliederung.

Bundesärztekammer will ADHS-Diagnose in U1-U9 integrieren

Die Bundesärztekammer fordert, dass Ärzte, die die U1-U9-Untersuchungen durchführen, Kinder auch hinsichtlich ihrer psychischen Entwicklung untersuchen. Dann könnten schon frühzeitig Erkrankungen wie ADHS und ADS erkannt und behandeln werden.

Rudolf Henke, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer: "Nur wenn wir Risikofaktoren für die frühkindliche Entwicklung rechtzeitig erkennen und beeinflussen, lassen sich Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen abwenden oder zumindest lindern."

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