ADAC ruft Warnwesten aus China zurück

ADAC ruft Warnwesten aus China zurück
© Lilian Henglein & David Steets

Zurück, marsch, marsch!

Da haben sich die Schulen zu früh gefreut. Die Sicherheitswesten, die der ADAC für alle Erstklässler verteilen wollte, leuchten nicht so, wie sie sollen. Deswegen hat der Automobilclub sie zum Nachbessern zurückgerufen.

Bei der Überprüfung der Westen aus chinesischer Produktion wurde dummerweise erst in Deutschland festgestellt, dass ein Reflektierband am unteren Rand der Weste fehlerhaft ist: Die Reflektoren strahlen nicht die vorgeschriebenen 25 Meter zurück, wenn sie angeleuchtet werden. „Das ist überhaupt nicht schlimm. Kein Kind ist gefährdet, wenn es eine Weste anhat, die nur 20 statt 25 Meter strahlt, aber wir wollen die Westen trotzdem überarbeiten“, gab ein Sprecher des ADAC Entwarnung.

Die 750.000 rot-gelben Sicherheitswesten, von denen einige bereits an Schulen verteilt worden sind, kämen aus China und seien dort auch vom sächsischen Textilforschungsinstitut überprüft worden. Jetzt werden sie wieder eingesammelt. Die reflektierenden Bänder sollen in europäischen Nähereien übergenäht werden. Teurer wird das für den ADAC nach eigenen Angaben nicht. Die Firma, die die Westen hergestellt habe, müsse die Kosten übernehmen. „Die Aktion findet ganz normal statt - nur später“, sagte der ADAC-Sprecher. Spätestens zum Ende der Herbstferien soll jedes I-Dötzchen eine Weste erhalten.

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