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Achtung Vollmond! Was ist dran an seiner Kraft?

Achtung Vollmond! Was ist dran an seiner Kraft?
© dpa, Z1018 Ralf Hirschberger

Jede Menge Vollmond-Mythen

Viele Menschen klagen bei Vollmond über Schlaflosigkeit, und auf den Polizeirevieren häufen sich die Anrufe der 'Mondsüchtigen'. Je nach Fülle des Mondes schlagen die von seiner besonderen Kraft Überzeugten Holz oder greifen zur Haarschere. Die Zahl der Geburten, so behauptet der Volksmund, steigt bei vollem Mond an. Experten sagen jedoch, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Vollmond und der Geburtenrate gibt. Studien im In- und Ausland hätten einen Einfluss des Vollmondes auf menschliches Verhalten widerlegt.

In nahezu allen alten Kulturvölkern spielte der Mond im magischen und im bildhaft-religiösen Denken eine bedeutende Rolle. Entscheidend ist dabei wohl, dass der Mond aufgrund seiner ständig wechselnden Gestalt fast zu leben scheint. Darüber hinaus wurde der Mond zu einem wichtigen Faktor in der Zeitmessung und Zeitrechnung. Da er selbst "vergeht" und "wächst", betrachtete man den Mond bereits sehr früh als das höchste Symbol für Fruchtbarkeit, Wachstum und Gedeihen. Sein Einfluss auf den weiblichen Organismus, auf Ebbe und Flut verschaffte ihm Ansehen und Respekt. Sogar der Termin für das Osterfest richtet sich nach ihm.

Die bäuerliche Bevölkerung von einst ging davon aus, dass Pflanzen besser wuchsen, wenn sie in bestimmten Mondphasen ausgesät oder gepflanzt wurden. Bei alten wie neueren 'Mondregeln' ist allerdings viel Aberglaube im Spiel. Allgemein gilt der Mond als wetterwendisch. Eine der verbreitetsten Wetterregeln besagt: "Seht ihr den Neumond hell und rein, so wird gutes Wetter sein. Ist aber selbiger sehr rot, so ist er viel Windes Brot. Ist er dann bleich, so glaube frei, dass nasse Zeit dahinter sei."

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