Achtung, Strafgeld droht: Die fünf größten Fehler beim Radfahren

Schnell über die rote Ampel, kommt ja keiner. Freihändig fahren oder einfach mal quer über die Straße rasen - manche Radfahrer nehmen es mit den Verkehrsregeln ja nicht immer so genau. Aber Achtung, die Polizei drückt für Radler kein Auge zu. Auch für sie gibt es satte Bußgelder, Punkte und sogar Fahrverbote. Was erlaubt ist und was nicht, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Diese Fahrrad-Fehler sollten Sie auf jeden Fall vermeiden:

Achtung, Strafgeld droht: Die fünf größten Fehler beim Radfahren
Radfahrer haben im Straßenverkehr mehr Freiheiten? Falsch gedacht! © dpa, Arne Dedert

Fehler 1: Freihändig fahren

Oje, denkt sich da Polizeihauptkommissar Markus Koch, wenn er Radler freihändig fahren sieht. Er ist Profi, wenn es um die Straßenverkehrsordnung geht. "Wer auf dem Fahrrad freihändig fährt, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Das wird mit einem Verwarnungsgeld von 5 Euro geahndet."

Fehler 2: Eine rote Ampel umfahren

Manche Radfahrer leben in dem Glauben, der leichteste sei auch der beste Weg. Und weil die rote Ampel so oft nervt, wird die auch schnell mal umkurvt - besonders wenn es schnell gehen muss. Denken Sie nicht einmal daran, sonst könnte es teuer werden. Wer eine rote Ampel umfährt, muss mit einer Geldstrafe von 160 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen, wenn er erwischt wird.

Fehler 3: Mit Kopfhörern fahren

Beim Radfahren zu telefonieren, ist keine gute Idee - genau wie beim Autofahren. Während das Handy am Ohr ohne Freisprecheinrichtung mit 25 Euro geahndet wird, ist das Musikhören per Ohrstöpsel aber grundsätzlich erlaubt, oder? "Beeinträchtigt die Musik das Gehör - hört der Fahrer zum Beispiel Sondersignale eines Krankenwagens nicht - so wird ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro fällig", sagt Polizeihauptkommissar Koch. Erlaubt ist tatsächlich nur das, was den Radfahrer im Straßenverkehr nicht stört.

Fehler 4: Verkehrt herum in die Einbahnstraße fahren

Herumgesprochen hat sich offenbar, dass es mehr Toleranz für Geisterradler gibt. Nur: Dürfen Radler verkehrt herum in eine Einbahnstraße fahren? Nicht immer. Das hängt von der Beschilderung der Straße ab. Radfahrer und Passanten dürfen Einbahnstraßen in entgegengesetzter Richtung nutzen, wenn ein Schild es erlaubt. Fehlt jedoch dieses Schild, ist man um 30 Euro ärmer. Auch Radwege dürfen übrigens nur in Fahrtrichtung befahren werden, sonst zahlt man bis zu 30 Euro. 20 Euro kostet es, wenn man auf dem Gehweg fährt und selbst wenn man jemanden auf dem Gepäckträger mitnimmt, ist man mit 5 Euro dabei.

Fehler 5: Zu schnell fahren

Nicht nur im Autoverkehr gibt es Verwarnungs- oder Bußgelder für Leute, die zu schnell unterwegs sind - auch Radfahrer müssen manchmal auf die Bremse treten. "In Fußgängerzonen und Spielstraßen gilt als Tempolimit die Schrittgeschwindigkeit", so Kommissar Koch. Ungerecht, kleinlich? Nun ja: auch Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer. Und für die gelten nun mal Regeln.

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