Abtreibung überlebt: Baby Amelia kommt per Kaiserschnitt zur Welt

Baby Amelia hat die Abtreibung überlebt
Dass Amelia auf der Welt ist, grenzt an ein Wunder. Denn sie überlebte eine Abtreibung.

Shannon wurde nur vier Monate nach einer dramatischen Geburt wieder schwanger

Nur vier Monate waren seit Shannons erster, schwieriger Schwangerschaft vergangen, als sie erneut schwanger wurde, trotz Verhütung. Die erste Geburt war so dramatisch, dass eine erneute Schwangerschaft laut ihrer Ärzte für den Körper der jungen Britin zu gefährlich sei. Daher entschloss sich die 20-Jährige das Baby abtreiben zu lassen. Doch wie durch ein Wunder hat der Embryo die Abtreibung überlebt. Das berichtet die Online-Ausgabe der britischen Boulevardzeitung "Daily Mail".

Baby Amelia ist am 1. Mai 2014 per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Sie scheint gesund zu sein, hat seidig-schwarze Haare und lange zarte Finger. Dass sie tatsächlich da ist, können die Eltern immer noch nicht fassen: "Wir nennen sie unser Wunder-Baby, weil wir einfach nicht wissen, wie sie überlebt hat. Sie muss es sehr gewollt haben, hier zu sein." Doch es kann Jahre dauern, bis die Ärzte sagen können, ob die Abtreibungsmedikamente möglicherweise doch Entwicklungsstörungen verursacht haben könnten. Diese Ungewissheit macht Mutter Shannon große Sorgen - sie plagen Schuldgefühle.

Shannon hofft, dass ihre Tochter gesund bleibt und später verstehen wird, warum ihre Mutter sie abtreiben wollte. Die Entscheidung fiel ihr damals nicht leicht, doch sie hatte offenbar keine Wahl. Bei der ersten Geburt wurden ihre inneren Organe verletzt und sie musste operiert werden. Eine erneute Schwangerschaft wäre ein zu großes Risiko. Die Abtreibung fand in der achten Woche statt. Sie bekam in der Klinik Medikamente, die die Schwangerschaft beenden sollten. Doch sie haben nicht gewirkt.

Eine zweite Abtreibung kam für die Mutter nicht mehr in Frage

Drei Monate später spürte Shannon Bewegungen in ihrem Bauch und machte einen Schwangerschaftstest, der positiv ausfiel. Erst dachte sie, sie wäre erneut - zum dritten Mal - schwanger geworden. Doch bei der Untersuchung kam heraus, dass es dasselbe Baby war, das sie eigentlich abtreiben wollte. Dass das Baby überlebt hat, ist gar nicht so ungewöhnlich. Solche medikamentösen Abtreibungen können in 14 von 1.000 Fällen misslingen.

Nun stand die junge Frau vor einer erneuten schweren Entscheidung: Die Ärzte sagten ihr, dass die Medikamente dem Ungeborenen geschadet haben könnten. Es wäre noch nicht zu spät für eine chirurgische Abtreibung. Doch das hat sie nicht übers Herz gebracht: "Dass meine Tochter die erste Abtreibung überlebt hat, zeigt, dass sie hier sein wollte. Ich konnte sie jetzt nicht abtreiben, ganz egal ob sie gesund zur Welt kommen würde oder nicht." Amelia zeigt auch nach der Geburt, dass sie eine Kämpferin ist. Die Eltern können sich ihr Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen und beten, dass die Abtreibung keine gesundheitlichen Folgen haben wird.

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