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Abtreibung erhöht das Risiko einer Frühgeburt

Abtreibung erhöht das Risiko einer Frühgeburt
Wenn eine Frau die erste Schwangerschaft abbrechen lässt, erhöht sich dadurch auch das Risiko für eine Frühgeburt in der nächsten Schwangerschaft. © dpa bildfunk

Frühgeburt häufiger nach Abtreibung

Erst eine Abtreibung, dann eine Frühgeburt: Wenn eine Frau die erste Schwangerschaft abbrechen lässt, erhöht sich dadurch auch das Risiko für eine Frühgeburt in der nächsten Schwangerschaft. Das ergibt eine schottische Studie. Entscheidend dafür ist aber auch wie der Abbruch vorgenommen wird.

In der Studie verglichen schottische Gynäkologen den Verlauf von Schwangerschaften, nachdem die erste Schwangerschaft abgebrochen worden war, mit dem Verlauf bei Frauen nach einer normalen Schwangerschaft oder nach einer Fehlgeburt. Analysiert wurden Daten von mehr als 120.000 Schwangerschaftsabbrüchen, mehr als 457.000 normal verlaufenen Schwangerschaften und knapp 47.400 Schwangerschaften, die mit einer Fehlgeburt endeten.

Das Risiko einer Frühgeburt bei Frauen, die die erste Schwangerschaft abgebrochen haben, ist der Studie zufolge um ein Drittel höher als bei Frauen, die erstmals schwanger sind oder und sogar um zwei Drittel höher im Vergleich zu Frauen, deren erste Schwangerschaft normal verlaufen ist und die ein lebendes Kind zur Welt gebracht haben.

Die Art der Abtreibung ist auch entscheidend

Wie schwerwiegend die Auswirkung eines Abbruchs auf die folgenden Schwangerschaften ist, hängt auch davon ab, ob der Abbruch chirurgisch oder medikamentös erfolgte. Das Risiko für eine Fehlgeburt ist nach einem chirurgischen Eingriff offenbar deutlich höher als nach einer medikamentös ausgelösten Abtreibung.

Allerdings können die Gynäkologen nicht ausschließen, dass die erhöhte Rate darauf beruht, dass der chirurgische Abbruch in der Studie vermehrt in höherem Schwangerschaftalter vorgenommen wurde.

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