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80 Prozent der Schwangeren bekommen unnötige Vorsorgeuntersuchungen

Diese Zusatzuntersuchungen sind sinnvoll

Viele Frauen wollen gerade in der Schwangerschaft alles richtig machen - deswegen nehmen 80 Prozent der werdenden Mütter Zusatzuntersuchungen in Anspruch, die sie extra bezahlen müssen. Einige davon sind allerdings gar nicht nötig. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung hat jetzt ergeben, dass es in Deutschland eine Überversorgung in der Schwangerschaft gibt. Wir zeigen, welche Zusatzuntersuchungen sinnvoll sind und welche nicht.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat jetzt ergeben, dass zu viele Vorsorgeuntersuchungen erbracht werden. Zum Beispiel wurden bei der Hälfte der 1.293 befragten Mütter fünf Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, obwohl gar keine Risikoschwangerschaft bestand - laut Mutterschaftsrichtlinie sind in dem Fall höchstens drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen.

"Diese Vorsorgeuntersuchungen werden sehr häufig extra vergütet, Ärzte bekommen dafür Geld", sagt Jan Böcken von der Bertelsmann Stiftung. "Die andere Seite ist, dass eine Schwangerschaft eine hochsensible Situation ist, in der Eltern oder Mütter versuchen, das Risiko so weit als möglich zu reduzieren - Vorsorgeuntersuchungen suggerieren, dass das Risiko für Komplikationen sinkt", so Böcken.

Warum die vielen Zusatzuntersuchungen meist nicht nötig sind, erklären die Experten im Video.

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