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4K-Fernseher werden billiger: Für wen lohnt sich der Umstieg?

HD war gestern

Scharf, schärfer, 4K: Die neue Generation von Fernsehern bietet dem Betrachter die vierfache Full-HD-Auflösung an. Bereits ab etwa 500 Euro sind Fernseher mit dem 4K- oder Ultra-HD-Aufkleber erhältlich. Inhalte in dieser Auflösung sind allerdings noch sehr rar. Für wen lohnt sich der Umstieg auf 4K?

4K-Fernseher haben die vierfache Anzahl der Pixel eines Full HD-Fernsehers - und werden immer günstiger.
Eine große Auflösung kommt am besten auf einem großen Bildschirm zur Geltung.

4K beziehungsweise Ultra HD (gekürzt UHD) ist der neueste Trend der TV-Hersteller: Nachdem praktisch jedes moderne Gerät bereits 3D-Inhalte wiedergeben kann, soll das Bild nun noch schärfer werden. Full HD-Fernseher haben eine Auflösung von 1.920 Bildpunkten in der Breite und 1.080 Bildpunkten in der Höhe, das ergibt eine Summe von zwei Millionen Pixeln. 4K vervierfacht diese Zahl - in der neuen Auflösung finden sich 4.096 mal 2.304 Pixel auf dem Bildschirm wieder, also über 8 Millionen Bildpunkte.

In der Praxis sollte das heißen: Das Bild ist im Vergleich zu Full HD viermal so scharf. Das stimmt allerdings nur selten, denn außer Demonstrationen, die in Elektronikläden auf den Bildschirmen laufen, gibt es kaum Inhalte in der superscharfen Auflösung. Kein deutscher Fernsehsender hat angekündigt, in der nahen Zukunft in 4K senden zu wollen, Blu-Ray-Disks mit 4K-Filmen sucht der Heimkinofan vergebens. Einzig Spielefans könnten bald auf ihre Kosten kommen: Sony und Microsoft planen, ihre neuesten Konsolen Playstation 4 und Xbox One mit einem Update auf die neueste Auflösung einzustellen.

4K: Wie wichtig ist die Auflösung beim Fernsehen?

Wer sich kein Gerät mit 50 oder mehr Zoll Bildschirmdiagonale in das Wohnzimmer stellen möchte, sollte sich einen Umstieg auf UHD mindestens zweimal überlegen. Denn auf kleineren Fernsehern ist der Unterschied zwischen Full HD und 4K - gerade bei einem Abstand von 2 bis 3 Metern - nicht mehr erkennbar. Dazu kommen andere Faktoren hinzu: Ist in einem Ultra-HD-Gerät ein schlechter Bildprozessor verbaut worden, kann dieser womöglich die große Anzahl der Bildpunkte gar nicht verarbeiten. Vor allem bei billigen Geräten unbekannter Marken ist deswegen Vorsicht geboten.

Fazit: Einen Ultra-HD-Fernseher braucht sicher nicht jeder. Besitzen Sie noch kein Full HD-Gerät und wollen aufrüsten, können Sie auf 4K umsteigen, um für die Zukunft gerüstet zu sein - dann allerdings mit einer Bildschirmdiagonale von 50 oder mehr, damit es sich wirklich lohnt.

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