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3D-Filme schaden Kindern

3D-Filme schaden Kindern

Ob im Kino oder im Fernsehen: 3D-Filme werden immer beliebter und für Kinder werden viele Kino-Abenteuer nur noch in dreidimensionaler Fassung angeboten. Doch Augenärzte warnen: Gerade für Kinderaugen können die beliebten 3D-Filme nämlich richtig gefährlich sein.

Professor Albert Augustin, Direktor der Augenklinik Karlsruhe, warnt davor, Kinder über längere Zeit 3D-Filme oder Spiele ansehen zu lassen. Denn der Sehsinn von Kindern ist noch bis zum zehnten Lebensjahr in der Entwicklung. Und gerade 3D-Filme können diese Entwicklung stören und sogar zu Fehlprägungen führen: "Dass wir überhaupt dreidimensional sehen liegt daran, dass die Augen leicht unterschiedliche Bilder ans Gehirn senden und an der Augenstellung. Im Kino funktioniert das so ähnlich. Zwei versetzt laufende Filme werden von der Leinwand reflektiert. Deshalb wirkt der 3D-Film ohne die Brille unscharf. Mit Brille sieht jedes Auge nur eine der beiden Filmspuren und dadurch wird dem Gehirn ein 3D-Effekt vorgetäuscht. Kinderaugen haben das aber noch nicht richtig gelernt. Deshalb kann es schaden“, erklärt der Experte.

3D-Filme können bei Kindern epileptische Anfälle auslösen

Bei 3D-Fernsehen ohne Brille ist dieser Effekt sogar noch stärker, warnt Professor Augustin. Im schlimmsten Fall könne der übermäßige Konsum bei Kindern epileptische Anfälle auslösen.

Wer trotzdem mit seinen Kleinen auf das 3D-Vergnügen nicht verzichten möchte, sollte die Kinder zumindest nie zu nah vor dem Fernseher sitzen lassen, außerdem das Licht dimmen und eine zusätzliche Lichtquelle außerhalb des Sichtfelds platzieren, denn das mindert das Flackern.

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