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16-jährige Schülerin erblindet plötzlich: Ursache noch immer ungeklärt

Plötzlich ist Miriam blind
Plötzlich ist Miriam blind Und niemand kennt die Ursache 00:03:02
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Ein Schicksalschlag veränderte Miriams Leben völlig

Es ist ein Tag wie jeder andere. Die 16-jährige Miriam aus Löhne sitzt in der Schule, als ihr ein wenig schwindelig wird und sie winzige schwarze Punkte sieht. Zunächst also nichts wirklich Beunruhigendes, doch plötzlich verdichten sich die Punkte, Miriam ist von einer Minute auf die andere blind. Das war im November 2014 und ihr Augenlicht ist seitdem nicht zurückgekehrt. Das Schlimmste daran: Niemand kennt die Ursache und die Behörden legen der vom Schicksal gestraften Familie auch noch Steine in den Weg.

Miriam lernt mit der Dunkelheit zu leben.
Miriam versucht sich viele Dinge selbst beizubringen

Miriams Mutter Gabriele ist verzweifelt: „Warum muss ihr das jetzt passieren? Sie war so zufrieden, so glücklich“. Doch auch nach einem halben Jahr mit vielen Arztbesuchen hat niemand eine Erklärung. Es gibt bislang weder eine organische, neurologische oder psychische Erklärung für Miriams Blindheit. Miriam möchte nur eins: wieder sehen können oder zumindest „gerne wissen, was überhaupt los ist“, damit sie aufhören kann, zu warten. Auch für ihre Selbstständigkeit wäre eine Diagnose unendlich wichtig. Denn ohne ärztliche Diagnose gibt es kein Blindengeld, keine Blindenschule und auch keine blindentechnische Grundausbildung. Den Ämtern sind ohne ärztlichen Befund die Hände vom Gesetz gebunden.

Bis sie Hilfe bekommt, versucht die 16-Jährige sich selbst viel beizubringen, um sich ein Stück Selbstständigkeit zurückzuholen. Mutter Garbriele ist „stolz (...) wie sie das meistert“. Im Mai wird Miriam in der Uniklinik Hannover untersucht. Sie hofft, dort endlich Antworten auf die quälende Frage nach dem „Warum?“ zu bekommen.

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